„Holzwurm Bodo“ baut Vogelhäuser und Insektenhotels an Stadtgrenze Lünen

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In der alten Scheune auf der Stadtgrenze in Elmenhorst/Brambauer hört man seit Januar sägen, bohren und hämmern. „Holzwurm Bodo“ baut und verkauft hier Vogelhäuser und Insekthotels.

Brambauer

, 30.05.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wird gesägt, gebohrt und geschraubt. Oftmals daheim in der geschichtsträchtigen alten Scheune, Rottstraße 76, in Elmenhorst. Auf Wunsch auch auswärts, in Kindergärten oder Schulen.

Von Frühjahr bis Herbst bestimmt der Bau von Nistkästen, Vogelhäusern und Insektenhotels das Geschehen, in der Winterzeit stehen Futterhäuser für die kalte Jahreszeit auf dem Plan. Alle sind Erzeugnisse aus unfertigen Holzprofilen oder Rohlingen aus einem Sägewerk am Möhnesee.

Nach 35 Jahren als Hobbybastler in Dortmund-Hombruch haben Bodo Rauhut und die ehrenamtlichen Helfer Wolfgang Pattra, Angelika Pugliese, Erich Fleischer und Carsten Schmidt, allesamt Rentner, die Produktion auf die Ortsgrenze zwischen Brambauer und Elmenhorst verlegt.

Werkstatt und Verkaufsraum auf 70 Quadratmetern

„Durch Mundpropaganda habe ich erfahren, dass diese Scheune frei ist. Das ist ideal für unsere Werkstattarbeiten“, sagt Rauhut, Klempner im Ruhestand, über die 70 Quadratmeter große Hobbywerkstatt. Früher diente die Scheune Jahrzehnte lang auch als Wohnung, seit Januar 2020 jetzt als Werkstatt.

Wagen Gäste einige Schritte durch das große grüne Scheunentor, erwartet sie der intensive Geruch nach frischem Holz. Die schätzungsweise 100 selbst gebauten Nistkästen und Vogelhäuser sind aber auch ein Blickfang. Alle Exemplare warten auf einen Abnehmer.

Nicht nur Nisthilfen für Vögel, sondern auch Insektenhotels bauen Bodo Rauhut und seine ehrenamtlichen Helfer in der alten Scheune.

Nicht nur Nisthilfen für Vögel, sondern auch Insektenhotels bauen Bodo Rauhut und seine ehrenamtlichen Helfer in der alten Scheune. © Foto: Michael Blandowski

Linksseitig, hinter dem Empfang, steht eine Säge für den richtigen Zuschnitt der Holzbretter. Aber auch einige Werkzeuge und Klebstoffe für die anschließende Kleinarbeit sowie die Fertigstellung dürfen nicht fehlen.

Besuche in Kindergärten

„Zuerst werden die Bretter passend gesägt, danach geschraubt, die Nägel und Dachpappe individuell angebracht. Schließlich folgt zum Schluss das Vorderbrett mit Loch für die Vögel. Eigentlich alles ganz einfach“, sagt Rauhut. Insbesondere für Meisen und Rotkehlchen sind die Vogelhäuser bestimmt.

Manchmal werden die Stücke auch auswärts gebaut. Immer dann, wenn etwa ein Kindergarten „Holzwurm Bodo“ einlädt. „Dann helfen die Kinder beim Bau selbstverständlich mit.“

Egal ob kleine Nistkästen mit einer Maße von 15 mal 20 oder 20 mal 20 Zentimeter oder Insektenhotels mit einer Breite von bis zu 90 Zentimeter und 1,20 Meter Höhe: Alle aus Tannenholz geschnitzten Stücke stehen zu Verkauf. Je nach Größe Kosten die Vogelhäuser zwischen 10 und 25 Euro. Bei den Insektenhotels geht es von 10 Euro für die kleine Ausgabe bis 100 Euro bei der großen Variante.

Für Besucher öffnet das Hobbybastlerteam von freitags bis sonntags von 9.30 bis 14 Uhr das Scheunentor an der Rottstraße 76 in Elmenhorst. Kontakt zu „Holzwurm Bodo“ Rauhut ist auch unter Tel (0160) 146 84 17 möglich.

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