Horstmarer See: Stadt verstärkt Kontrollen, Badeverbot weiter denkbar

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Warme Tage stehen ins Haus: Bis zum Wochenende sollen die Temperaturen die 30-Grad-Marke knacken. Die Stadt kündigt deshalb verstärkte Kontrollen an - und erwägt weiter ein Badeverbot.

Lünen

, 24.06.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Lünen wird ein wachsames Auge auf den Seepark Horstmar haben, wie es in einer Pressemitteilung heißt: „Wir wissen, dass der Seepark bei gutem Wetter ein absoluter Anziehungspunkt ist - was uns ja eigentlich freut“, sagt Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns angesichts der Wettervorhersage.

Der Seepark sei offensichtlich attraktiv und ziehe auch aus dem Umland zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.

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In diesem Jahr gibt es allerdings ein Problem: „Corona ist noch nicht vorbei. Und wir wollen verhindern, dass Lünen zu einem Hotspot wird“, so Kleine-Frauns. Deswegen erhält die Stadt das Niederlassungsverbot im Seepark weiter aufrecht. Es gilt bereits seit März. Auf den Freiflächen im Seepark dürfen sich die Gäste weder hinsetzen noch hinlegen. Damit will die Stadt der Ansammlung von großen Gruppen vorbeugen. Außerdem vereinfache die Maßnahme die Kontrollen für die eingesetzten Ordnungskräfte, heißt es von der Verwaltung.

Privater Sicherheitsdienst unterstützt Ordnungskräfte

Die Stadt wird während der warmen Tage wieder mehr Personal im Seepark einsetzen. Dabei kommt auch wie gewohnt ein privater Sicherheitsdienst zum Einsatz. Die Stadt hatte bereits betont, dass der überwiegende Teil der Seepark-Gäste sich verantwortungsbewusst und einsichtig verhalte. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen allerdings auch fest, dass - wohl wegen der vielen Lockerungen in den letzten Tagen und Wochen - das Bewusstsein mancher für die Gefahren der Pandemie und für die Notwendigkeit von Vorsichtsmaßnahmen abnimmt“, sagt der Bürgermeister.

Badeverbot weiter denkbar

Deswegen plant die Stadt derzeit keine Lockerungen im Seepark. Vielmehr will sie die Erkenntnisse der warmen Tage in die Entscheidung einfließen lassen, ob zusätzlich noch ein Badeverbot für den See ausgesprochen wird. Schon Ende Mai hatte die Verwaltung mitgeteilt, dass sie ein Badeverbot im Horstmarer See ernsthaft in Erwägung ziehen wolle, wenn das Freibad Cappenberger See öffnet. Der Verwaltungsvorstand hat dies in seiner Sitzung am Dienstag erneut erwogen. Die Stadtspitze sieht sich in der Verantwortung, im Sommer und gerade zur Ferienzeit für ein Schwimmangebot zu sorgen, plädiert aber dafür, dass dieses Angebot das Freibad sein sollte.

Wichtigstes Argument für die Mitglieder des Verwaltungsvorstandes ist, dass im Freibad der Betrieb geregelt stattfindet, die Schutzstandards kontrolliert werden und durch eine namentliche Registrierung im Infektionsfall Verbreitungswege nachvollzogen werden können. Das sei am Horstmarer See nicht umzusetzen, hieß es in der Sitzung. Das Freibad öffnet am 29. Juni. Mit einer Entscheidung zum Horstmarer See ist laut Stadtverwaltung in der kommenden Woche zu rechnen.

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