„Ich gehe zur U! und du?“

LÜNEN Wer zur „U“ geht, besucht nicht die Uroma, sondern den Doktor. „U“ bedeutet Untersuchung im Früherkennungsprogramm gesundheitlicher Vorsorge.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 05.07.2008, 06:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Familienzentrum Diesterwegstraße, hier mit Claudia Kossow, leiterin 7b und Angelika Fietze-Tramowski, stellvertretende Leiterin 7c, nimmt das Thema Gesundheitsvorsorge sehr ernst. Es gewann den 2. Preis beim Fotowettbewerb der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Das Familienzentrum Diesterwegstraße, hier mit Claudia Kossow, leiterin 7b und Angelika Fietze-Tramowski, stellvertretende Leiterin 7c, nimmt das Thema Gesundheitsvorsorge sehr ernst. Es gewann den 2. Preis beim Fotowettbewerb der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Das wissen die Mädchen und Jungen des Familienzentrums Diesterwegstraße spätestens, seit es diese auffälligen T-Shirts gibt und die Plakate „Mach mit! Ich gehe zur U! und du?“

Weil Kinder aus 13 Nationen die städtischen Einrichtungen besuchen, präsentiert das Familienzentrum den Slogan sogar in unterschiedlichen Sprachen. Mit einem Foto von Kindern und Plakaten gewann die Einrichtung jüngst den mit 200 Euro dotierten zweiten Platz im Wettbewerb der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Das Thema Vorsorgeuntersuchung wird in der Einrichtung groß geschrieben.

Vorsorgeprogramm

Anfangs, weiß Beanka Ganser, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend, Familie, nehmen die Eltern mit ihren Kindern das Untersuchungs-Angebot noch rege wahr. Doch mit zunehmendem Alter der Sprösslinge gehe die Teilnahme an dem Vorsorgeprogramm zurück. Nicht so im Familienzentrum. „Wir machen bei jeder Familie einen Hausbesuch, bevor das Kind in unseren Kindergarten kommt“, berichtet Claudia Kossow, Leiterin der Einrichtung 7b.

Dabei werde auch das Thema rüherkennungsuntersuchung angesprochen. Claudia Kossow wie auch Angelika Fietze-Tramowski, stellvertretende Leiterin der Einrichtung Diesterwegstraße 7c, sind überrascht, wie positiv diese Besuche von den Eltern aufgenommen und wie viele Fragen gestellt werden. „Dieses Aufnahmeverfahren hat sich bewährt“, sagt auch Beanka Ganser, Eltern erlebten dies als Wertschätzung, es entwickele sich ein ganz anderer Kontakt.

T-Shirts für alle Kinder

Zudem bekommt jedes Kind, das sein gelbes Untersuchungsheft zeigt, nach der „U“ ein T-Shirt. Und das ist heiß begehrt. Die Wichtigkeit der Untersuchungen steht für die Leiterinnen außer Frage. Durch rechtzeitig erkannte Entwicklungsdefizite kann schon früh eine gezielte Förderung eingeleitet werden. 

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