Ideen für die Zukunft der Stadt

LÜNEN Aufbruchstimmung in Lünens Zukunft war gestern beim ersten Werkstattgespräch zur Sicherung und Entwicklung einer nachhaltigen Infrastrukturversorgung der Stadt zu spüren. Die Resonanz der Bürger übertraf die Erwartungen. Sie setzen sich mit der spannenden Frage auseinander, wie die Stadt bei demografischen Veränderungen und knappen Kassen zukunftsfähig bleiben kann.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 19.01.2008, 10:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Über das große Interesse der Bürger am Werkstattgespräch "Zukunft der Infrarstruktur in Lünen" freuten sich (v.l.) David R. Froessler, Innovationsagentur, Stadtplanerin Astrid Linn, Thomas Vielhaber, Fachbereichsleiter Planen aus Arnsberg sowie Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick.

Über das große Interesse der Bürger am Werkstattgespräch "Zukunft der Infrarstruktur in Lünen" freuten sich (v.l.) David R. Froessler, Innovationsagentur, Stadtplanerin Astrid Linn, Thomas Vielhaber, Fachbereichsleiter Planen aus Arnsberg sowie Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick.

Als interessant und anspruchsvoll bezeichnete Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick den Prozess, den Lünen als Modellstadt des Förderprogramms Stadtumbau West seit einem Jahr eingeschlagen hat. Einen großen Willen zur Innovation bescheinigt Lünen David R. Froessler von der Innovationsagentur Stadtumbau NRW. In den Reichtum der Vorstellungen sollen jetzt die Bürger einbezogen werden, um den Feinschliff der entwickelten Leitlinien vorzunehmen und sie nochmal auf den Prüfstand zu stellen, bevor sie letztlich in die politische Beschlussfassung einfließen. Dazu wurden drei Workshops zu den Themen Schulen, Wohnen und Arbeit angeboten.

Beim Wohnen kein Handlungsdruck

Mehr Ältere, weniger Junge und eine multikulturelle Vielfalt - darauf wird sich Lünen einstellen. In punkto Wohnen bescheinigt Froessler der Stadt keinen Handlungsdruck, sondern Ruhe und Raum für Innovationen. Der Bereich Arbeit biete anspruchsvolle Chancen in zukunftsweisenden Branchen. Die Herausforderung liege darin, diese Branchen zu stärken und im Wettkampf der Städte zu bestehen. Die Schnittstelle zwischen Unternehmen und Wissenschaft müsse intensiviert werden. Auf dem Sektor Kultur plädiert er für den Mut zur Veränderung und zum Querdenken. Über die Gebäudediskussion dürften Inhalte und Konzepte nicht vergessen werden.

Neue Modelle bei der Schulversorgung

Auch bei der Schulversorgung müsse über neue Modelle geredet werden. Sein Fazit: Die Krise nutzen für Chancen. Lösungen geschehen nicht, sie werden produziert. Gelungene Beispiele für Innovationen aus Arnsberg stellte Fachbereichleiter Thomas Vielhaber den Bürgern vor, bevor es dann für sie an die konkrete Arbeit in den Workshops ging.

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