IGA 2027: Nach Jury-Entscheid gibt es mehr als einen Gewinner

IGA 2027

Die Grundzüge der IGA 2027 in Lünen und Bergkamen sind bekannt, seit die Jury in der vergangenen Woche einen Planungsentwurf zum Sieger erklärte. Die Stadtchefs sind bereits begeistert.

Lünen, Bergkamen

, 18.03.2021, 10:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwei Gegensätze, die sich anziehen und befruchten: Die Pläne von Greenbox für die IGA 2027 in Lünen und Bergkamen begeistern Bürgermeister und Fachdezernante.

Zwei Gegensätze, die sich anziehen und befruchten: Die Pläne von Greenbox für die IGA 2027 in Lünen und Bergkamen begeistern Bürgermeister und Fachdezernante. © Jureck, Sandra

Tal- und Bergwelten, Entspannung und Aktivität soll die Internationale Gartenschau (IGA) im Jahr 2027 in die Städte Lünen und Bergkamen bringen. In der vergangenen Woche wurde der Gewinnerentwurf vorgestellt, der nun realisiert werden soll. Im nächsten Schritt steht nun das offizielle Vergabeverfahren an. Darin sollen sowohl mit dem Siegerbüro, Greenbox aus Köln, als auch mit den beiden Nächstplatzierten Gespräche über die tatsächliche Umsetzung der Ideen geführt werden.

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Alle Seiten profitieren von der IGA

In den Stadtverwaltungen der beiden Städte ist man über die bereits bekannten Pläne mehr als zufrieden: „Es gibt hier mehr als nur einen Gewinner“, urteilte Lünens Technischer Beigeordneter Arnold Reeker. „Gewinner sind auch der RVR und die Städte Bergkamen und Lünen.“ Auch Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns geriet ins Schwärmen: „Hier entsteht etwas wirklich Großes. Das ist etwas, das die beiden Städte und die Menschen hier verbinden kann. Es wird ein Aushängeschild und ein Leuchtturm weit über beide Städte hinaus“, ist Lünens Bürgermeister überzeugt.

Bergkamen sieht sich im kleinen Finale

Während Kleine-Frauns vom Startschuss spricht, sieht sich Bergkamens Bürgermeister Bernd Schäfer schon im kleinen Finale. „Wir haben lange diskutiert und es war sehr eng, aber jetzt geht es an die Realisierung. 2027 kommt dann das große Finale“, so Schäfer, und das werde mit einem „tollen Kanalband von Zeche Viktoria über die Wasserstadt und die Bergwelten bis hin zum Beversee und die Marina Rünthe reichen. Die IGA wird uns ganz viel zurückbringen“, ist Schäfer überzeugt.

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Etwas Bleibendes für die Zeit nach 2027

Aus den Visionen wären konkrete Bilder geworden, sagt Reeker. Die Aufgabe Landschaft in Bewegung sei hervorragend umgesetzt worden - die Nutzung von klimaresisten Pflanzen finde ebenso Berücksichtigung wie Starkregenereignisse in Bergkamen. Die jetzige Ausgangslage biete erstklassige Argumente für weitere Investoren, an der IGA teilzuhaben - und auch darüber hinaus: „Die IGA ist nur 2027 - aber was bleibt danach? Die Bergwelt und der IGA-Radweg“, so Reeker.

Klettern in den Schluchten der Bergkamener Bergwelten - das ist alles andere als eine Utopie. 2027 soll so etwas in der Haldenlandschaft Realität sein.

Klettern in den Schluchten der Bergkamener Bergwelten - das ist alles andere als eine Utopie. 2027 soll so etwas in der Haldenlandschaft Realität sein. © Jureck, Sandra

Alleinstellungsmerkmal im Ruhrgebiet

Auch Bergkamens Erster Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters lobt die Projektplaner von Greenbox, die vielen Worten im Entwurf gleich auch Taten folgen ließen. „Ich war skeptisch, ob es gelingt, eine interkommunale Klammer zu finden“, gab Peters zu. Doch nun habe man zwei sich wunderbar ergänzende Themenwelten.

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„Es würde mich nicht wundern, wenn wir später zwischen den Investoren auswählen können“, so Peters. Denn so eine Vielfalt an Angeboten gäbe es sonst im Ruhrgebiet kein zweites Mal - zumal vorhandene Geländeeinschnitte genutzt würden.

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