Im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium herrscht Raumnot

"Schulleiterhaus" im Visier

945 Schüler lernen an Lünens größter Schule, dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Dort herrscht seit Jahren Raumnot, Anbauten sind nicht mehr möglich. Nun will die Schule das einstige "Schulleiterhaus" direkt neben dem Pausenhof nutzen - es gehört jedoch der Stadt.

LÜNEN

, 16.11.2014, 19:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das ist das ehemalige Schulleiterhaus. Direkt daneben (am rechten Bildrand zu sehen) liegt das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium.

Das ist das ehemalige Schulleiterhaus. Direkt daneben (am rechten Bildrand zu sehen) liegt das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium.

Später wohnten Dezernenten der Stadt Lünen darin, der das Haus gehört. Seit einiger Zeit steht es leer. Nun wollen Lehrer, Eltern und Schüler des FSG "die letzte Chance" nutzen, die Schule räumlich zu erweitern. Man hat bei der Stadt beantragt, das Haus - 270 Quadratmeter, sieben Zimmer - nutzen zu dürfen.  Im Ausschuss für Bildung und Sport war die Anfrage kürzlich schon einmal Thema, im Januar 2015 steht es dort wieder auf der Agenda.  Die Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) prüfe derzeit, welche Kosten bei einer Umwidmung des Hauses auf die Stadt zukommen würden. Für die bisherige Kooperation sei man der Stadt dankbar, sagt Detlef Suckrau, kommissarischer Leiter des FSG: "Wir haben den Eindruck, dass unser Anliegen ernstgenommen wird."

Seit 2009 mit der Einrichtung der Cafeteria vier Räume verloren gingen, ist es im FSG noch enger als zuvor. Was das heißt, schildert Lehrer Peter Gehrmann, in dessen Klasse ein Schüler mit Autismus ist: Brauche der Junge Ruhe und möchte den Raum verlassen, sei im Moment der Flur sein einziger Rückzugsort. „Das geht, ist aber sehr unwürdig“, bringt es Suckrau auf den Punkt. Gehrmann und sein Pädagogik-Kollege Martin Loer haben ein umfangreiches Konzept ausgearbeitet, mit dem sie zeigen wollen, wofür das FSG neue Räume braucht.

  • Erstens gehe es im Rahmen von Inklusion darum, zusätzliche Räume zu haben, um Kinder mit Behinderung auch einmal in Kleingruppen oder einzeln fördern zu können. 
  • Im Unterricht gebe es generell mehr und mehr Phasen, in denen Schüler in Gruppen arbeiten und lernen - auch hierfür benötige man kleine Ausweichräume. Wie jene im ehemaligen Schulleiterhaus. 
  • In den Zimmern des Hauses an der Friedenstraße 10 könnten laut Konzept auch Schüler konzentriert in ihren Freistunden arbeiten, zudem gebe es Platz für Praktikanten. 

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