In Lünen gedrehte Dokumentation ausgezeichnet

Bayerischer Filmpreis

Im November hatte Regisseur Jens Schanze seinen Film „La Buena Vida – das gute Leben“ beim Lüner Kinofest vorgestellt. Jetzt bekommt die Dokumentation über die Folgen des Kohleabbaus in Kolumbien den Bayerischen Filmpreis. Teile des Films wurden auch in Lünen gedreht.

LÜNEN

, 15.01.2016, 21:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Große Freude am Freitagabend in München und bei der Leitung des Lüner Kinofestes – die deutsch-schweizerische Koproduktion „La Buena Vida – das gute Leben“ erhielt den Bayerischen Filmpreis in der Kategorie Dokumentation. 

Im November hatte Regisseur Jens Schanze den beeindruckenden Film über die Folgen des Kohleabbaus in Kolumbien  beim Lüner Kinofest in der Cineworld präsentiert . Er lief in der Reihe „Extra – Eine Welt“ in Zusammenarbeit mit der Lüner Initiative gegen globale Armut (Liga).

Gedreht wurde die Dokumentation zum Teil auch in Lünen. Im Mai 2014 war Schanze mit dem Team im Trianel-Kraftwerk zu Gast, weil dort Kohle aus Kolumbien verfeuert wird.

Mit seiner Dokumentation über eine kolumbianische Dorfgemeinschaft, die wegen des Kohle-Abbaus ihre Heimat verloren hat und nun in der Fremde kein Wasser und keine Möglichkeiten hat, ihr bisheriges gewohntes Leben weiterzuführen, war Schanze bei vielen Festivals.

Chancen für weitere Filme aus dem Kinofest-Programm 

Bei der Berlinale ebenso wie auf den Festivals in Nyon (Schweiz), Cartagena (Kolumbien) und Havanna (Kuba). Außerdem stand „La Buena Vida“ auf der Shortlist für den Europäischen Filmpreis und war in der Vorauswahl zum Deutschen Filmpreis. Am 21. Januar startet der Film in den Schweizer Kinos. Schanze erhielt den Bayerischen Filmpreis zum zweiten Mal. Vor fünf Jahren wurde er für seine Doku „Plug & Pray“ mit der renommierten Auszeichnung geehrt.

Chancen auf eine hohe Auszeichnung haben in diesem Jahr noch weitere Filme aus dem Kinofest-Programm. In der Vorauswahl zum Deutschen Filmpreis „Lola“ sind in diesem Jahr fünf Filme, die im November in Lünen liefen. Darunter auch der Lüdia-Gewinner „Herbert“ und der Eröffnungsfilm „Die dunkle Seite des Mondes“.

Hoffnung auf einen Preis am 10. Juni in Berlin können sich auch die Regisseure von „4 Könige“, „Ein Atem“ und „Der Staat gegen Fritz Bauer“ machen.

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