Im Awo-Seniorenzentrum „Minister Achenbach“ sind die ersten Bewohner mit dem neuen Impfstoff gegen das Coronavirus geimpft worden. © Michael Blandowski (Archiv)
Corona-Impfungen

In Lünen sind die ersten Senioren gegen Corona geimpft worden

Die ersten Senioren in Alten- und Pflegeeinrichtungen in Lünen sind am Sonntag, 27. Dezember, gegen das Coronavirus geimpft worden. Im Kreis Unna waren mobile Teams dazu unterwegs.

In drei Senioreneinrichtungen in Unna, Schwerte und Lünen haben die ersten Menschen am Sonntag, 27. Dezember, eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Der Kreis Unna vermeldet dazu auf seiner Facebookseite: „Der Start verlief reibungslos und es zeichnet sich eine hohe Impfbereitschaft ab.“

Zu den ersten Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen, in denen mobile Teams dafür sorgen, dass der neue Impfstoff geimpft werden kann, gehört das Awo-Seniorenzentrum Minister Achenbach in Brambauer. Dort sind bis zum Nachmittag 60 Bewohner gegen das Coronavirus geimpft worden. Das sei ungefähr die Hälfte aller aktuellen Bewohner, hieß es am Sonntag dazu auf Anfrage der Redaktion.

„Die Bewohner waren alle recht entspannt und froh“, lautete die Antwort auf die Frage, wie die Atmosphäre während der Impfaktion war. Die Bewohner, die geimpft wurden, hatten vorher eine Einverständniserklärung unterschrieben beziehungsweise von Angehörigen oder Betreuern unterschreiben lassen.

Weitere Impfungen am 29. Dezember

Weitere Bewohner und auch Mitarbeiter des Awo-Seniorenzentrums „Minister Achenbach“ werden laut Auskunft aus der Einrichtung am Dienstag, 29. Dezember, geimpft.

Damit hat eine groß angelegte Impfkampagne in NRW begonnen. Zwar sind die extra eingerichteten Impfzentren im Land noch nicht für den Publikumsverkehr geöffnet, aber mobile Teams suchen Senioren- und Pflegeeinrichtungen auf, um direkt vor Ort zu impfen. Eine Terminvereinbarung für die Corona-Schutzimpfung in den Impfzentren sei aktuell noch nicht möglich, teilt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW mit. Die bundesweit einheitliche Telefonnummer für den Terminservice werde freigeschaltet, wenn der zugelassene Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung stehe.

Die Impfung ist freiwillig und kostenlos. Die Awo hatte auf Anfrage der Redaktion mitgeteilt, dass es ihr wichtig sei, eine möglichst hohe Impfquote bei den Bewohnern zu erreichen. Deshalb seien Briefe an alle Beschäftigten und Bewohner verschickt worden, um auf die Vorteile hinzuweisen.

Ob am Sonntag in weiteren Senioreneinrichtungen Lünens geimpft worden ist, war bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren.

Bis zum 23. Dezember hatten sich in Lünen 2920 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Aktuell infiziert waren zu diesem Zeitpunkt 482 Menschen. 2379 gelten als wieder gesund. Gestorben sind am und mit dem Virus (Stand 23. Dezember) in Lünen 49 Menschen.

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Arndt Brede

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