Christian Wagner-Kornacker ist einer der beiden Inhaber des LippEscape Escape Rooms. © Storks
Schließung

Insolvenz durch Lockdown: Lüner Escape-Room schließt für immer

Der Lüner Escape-Room LippEscape muss endgültig schließen. Die Umsatzrückgänge durch die Corona-Pandemie waren einfach zu groß. Die beiden Inhaber sind traurig.

„Sorry we are closed“ steht in bunten Lettern auf der Webseite des Lüner Escape-Rooms LippEscape. Wegen des Lockdowns war der Lüner Escape-Room bereits seit dem 2. November geschlossen gewesen. Dass er aber nicht mehr öffnen wird steht seit Mittwoch, 2. November, endgültig fest. „Wir haben heute die Nachricht bekommen, dass das Insolvenzverfahren eröffnet wurde“, erklärt Steven Kornacker.

Kornacker hatte das Unternehmen 2016 gemeinsam mit seinem Mann Christian Wagner-Kornacker gegründet – als ersten Escape-Room im Kreis Unna. Damals war die Zeit, als Escape-Rooms gerade in Deutschland populär wurden. In den Räumen löst man mit einer Gruppe von Freunden kleine Rätsel. Innerhalb einer bestimmten Zeit und durch das Lösen der Rätsel versucht man sich dann, wieder aus dem Raum zu befreien. „Wir hatten damals überlegt, ob wir einen Escape-Room in Dortmund aufmachen“, berichtet Kornacker von den Anfängen. Die Entscheidung fiel dann aber doch für Lünen – ihre Heimatstadt. In den Vorjahren hatte sich der Escape-Room am Christinen-Tor auch etabliert. Es lief gut.

Erfolg bis zum Lockdown

„2019 war unser erfolgreichstes Jahr“, sagt Kornacker. Eigentlich sollte der Escape Room an einem neuen Standort mit mehr Räumen ausgebaut werden. „Aber dann kam der erste Lockdown und das Unheil nahm seinen Lauf“, erzählt Kornacker. Von einem Umsatzeinbruch von 80 Prozent sprach Christian Wagner-Kornacker bereits im Oktober gegenüber unserer Redaktion. Von der Schließung während des ersten Lockdowns konnte das Unternehmen sich nicht mehr erholen, auch der Sommer brachte keine Entspannung. „Der Umsatz lag unter dem in den Jahren davor“, sagt Kornacker, „man hat einfach gemerkt, dass die Menschen verunsichert waren und Angst hatten.“

Steven Kornacker und Christian Wagner-Kornacker müssen sich nun erst mal sortieren. Der Escape-Room war ihr einziges Projekt, dahinter steckt keine große Kette. „Es hat uns unheimlich viel Spaß gemacht, wir haben viel Herzblut da rein gesteckt und von den Menschen immer viel positives Feedback bekommen“, sagt Steven Kornacker. Viele hätten sich vor Corona schon auf die Vergrößerung und die neuen Räume gefreut. Wie es für die beiden weitergeht, ob es vielleicht irgendwann wieder einen Escape-Room geben könnte, wenn die Zeiten besser sind, wissen sie noch nicht.

Über die Autorin
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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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