Integriertes Handlungskonzept für Brambauer muss noch warten

Fördermittel

Einen „Masterplan Brambauer“ gibt es bereits, jetzt wollte die GFL noch ein „Integriertes Handlungskonzept“ für Lünens größten Stadtteil hinterher schieben. Doch das muss noch warten.

Brambauer

, 01.07.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das frühere "Hufnagel-Kaufhaus" in Brambauer ist frisch renoviert - ein Beispiel dafür, mit welchen Maßnahmen der Stadtteil unterstützt werden könnte.

Das frühere "Hufnagel-Kaufhaus" in Brambauer ist frisch renoviert - ein Beispiel dafür, mit welchen Maßnahmen der Stadtteil unterstützt werden könnte. © Blandowski (A)

Insgesamt 150.000 Euro sollten im Rahmen des 2017 beschlossenen „Masterplan Brambauer“ in Lünens größten Stadtteil fließen - jeweils 50.000 Euro für die Jahre 2018, 2019 und 2020. Das Geld war beziehungsweise ist für Einzelmaßnahmen gedacht, um Brambauer aufzuwerten und zukunftssicher zu machen.

In den Augen der Wählergemeinschaft GFL reicht das nicht aus: In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung forderte sie die Erstellung eines integrierten Handlungskonzepts, um Maßnahmen für Brambauer zu koordinieren und den Stadtteil „auf Basis eines Leitbildes gesamtstrukturell“ zu fördern.

Einstimmig folgte der Ausschuss dem GFL-Antrag und beauftragte die Verwaltung, welche Förderkriterien für ein solches Handlungskonzept erfüllt sein müssten.

Die Erstellung eines solchen Konzeptes wird jedoch noch warten müssen: Nach Auffassung der Verwaltung ist „die Bewilligung eines weiteren Städtebauförderprogramms in den nächsten Jahren wegen anderer Programme (Lünen-Süd, StadtGartenQuartier) und der IGA 2027 sehr unwahrscheinlich “. Eine Bearbeitung sei deshalb erst ab etwa 2024 sinnvoll. „Bis dahin sollten Initiativen aus/in Brambauer begleitet und möglicherweise auch finanziell unterstützt werden.“ Voraussetzung dafür seien natürlich entsprechende Haushaltsmittel in den kommenden Jahren.

Von den 150.000 Euro für Projekte in Brambauer sind Stand jetzt noch 86.000 Euro übrig. Das geht aus einer Antwort der Verwaltung auf die entsprechende Anfrage der CDU in der Ausschusssitzung am 23. Juni hervor. Ursprünglich sollte ein Entscheidungsgremium für die Mittel gebildet werden. Das ist laut Verwaltung jedoch nicht geschehen, stattdessen hat der zuständige Fachausschuss über die Vergabe entschieden.
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