Bei der Veranstaltung Irish Folk am Lippeufer wurde getanzt, geklatscht und mitgesungen. © Foto Textoris
Freiluft-Kultur

Irish Folk-Konzert an der Lippe: Lüner trotz Regenschauer in Feierlaune

In Feierlaune waren die Lüner beim irischen Freiluftkonzert am Lippeufer. Trotz Regen tanzten sie am Sonntagabend (25.7.) im Grünen. Es war fast wie auf der Insel. Ein Abend mit Spaßfaktor.

Dass sich die Iren gern von ihrer Musik in Feierlaune versetzen lassen, ist bekannt. Dass die irische Musik auch in Lünen eine ähnlich zündende Wirkung hat, konnten die Besucher des Freiluftkonzerts am frühen Sonntagabend (25.7.) erleben. Da bot das Trio „Fragile Matt“ auf Einladung des Kulturbüros am Lippeufer unter dem Titel „Irish Folk“ Musik, die genau diese stimmungsaufhellende Wirkung verbreitete.

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Irish Folk kam bei den Lüner gut an

Es gab aber noch mehr Parallelen zwischen Lünen und der grünen Insel Irland. Sängerin Andrea entdeckte sie und schwärmte immer wieder von „Lünen im Grünen“. Die im Hintergrund fließende Lippe hätte auch der aus den Cuilcagh Mountains kommende Shannon sein können. Ein Rätsel blieb allerdings, wie es das Kulturbüro geschafft hat, für die Veranstaltung das passende irische Wetter zu ordern. Da gab es zu Beginn strahlenden Sonnenschein, kurz darauf sah man bedrohliche Wolken, die sich pünktlich zur Pause in Form eines starken Regengusses entluden, und im weiteren Programmverlauf immer wieder ein paar Sonnenstrahlen durchließen. Keine 100-prozentige Übereinstimmung gab es allerdings in den Trinkgewohnheiten. Zwar reagierte das Publikum bei der Nennung der von Kulturbüroleiterin Babara Kastner angekündigten Biersorten Guinness und Kilkenny mit einem erfreuten Raunen und Klatschen, als die Band aber den Zuhörern „Ziegenmilch mit Honig lauwarm“ schmackhaft machen wollte, blieb diese Reaktion aus.

Musik, die emotional verbindet

„Wir mussten wegen Corona sehr lange Pause machen. Deshalb haben wir für unser erstes Konzert in Lünen all das rausgeholt, was das Publikum direkt anspricht und uns emotional mit ihm verbindet“, so Frontmann, Sänger und Bouzouki-Solist David Hutchinson vor der Veranstaltung. Da wurde dann all das geboten, was ein grüngefärbtes Herz höher schlagen lässt, vom „Drunken Sailor“ über „Whiskey in the Jar“ bis hin zum Lied von der schönen „Molly Malone“, die nach ihrem Fiebertod noch als Geist mit ihrem Fischkarren nachts durch Dublin zieht.

Berührungsängste gab es nicht. Mal gab es einen Ausflug nach Schottland, bei dem David den Ohrwurm My Bonnie anstimmte, mit einer Stimmlage, die um einige Oktaven tiefer lag als die whiskygeschwängerte von Hans Albers. Beim Lied „Dirty old town“, das in 1949 in Lünens Partnerstadt Salford entstand und die Atmosphäre dieser Industriestadt beschreibt, rückte seine Stimme sogar in die Nähe von Louis Armstrong. Sängerin Andrea, die immer wieder wie ein irischer Waldgeist auf und vor der Bühne herumsprang, sang beim Wild Rover die deutsche Version von der friesischen Nordseeküste. Katja Winterberg sorgte mit der Bodhrán für fetzigen Percussion Sound und dann wieder mit der Geige für gefühlvolle Untermalung.

Gefühlvoller Ausklang

Der einsetzende Starkregenguss sorgte bei Akteuren und Publikum eher noch für einen Stimmungsaufschwung als für einen Dämpfer. Selbst im nassen Gras wurde beim River-Dance so getanzt, dass Michael Flatley daran sicher seine Freude gehabt hätte. Der Irische Segensgruß, der zum Schluss unter Beteiligung des Publikums in deutscher Sprache erklang, sorgte für einen gefühlvollen Ausklang. „Schöne Musik zum Klatschen, Tanzen und Spaßhaben“, urteilte Konzertbesucherin Diane. „Endlich nach langer Zeit ein richtig schöner Abend mit Freundinnen und Irish-Music“, meinte Kirsten und ihre Freundin Petra schloss sich an: „Dankeschön an die Stadt für die gelungene Veranstaltung.“

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