Jeder einzelne kann etwas gegen gobale Armut tun

Aktionstag in der Fußgängerzone

14.05.2007 / Lesedauer: 3 min

Lünen Wachrütteln und Wege aus der Armut aufzeigen sollte ein Aktionstag gegen globale Armut, der am Samstag in der Fußgängerzone unter dem Motto ?Keine Ausreden. Handeln. Jetzt!? stand. Jeder könne etwas gegen Armut in der Welt und in Lünen tun, diese Meinung vertraten 22 Gruppen und Initiativen, die an Ständen über ihre Arbeit informierten. ?Es ist keine Zeit mehr zu verlieren. In den fünf Minuten meiner Eröffnungsrede werden weltweit 100 Kinder an Unterernährung, Hunger oder vermeidbaren Krankheiten sterben?, sagte Dr. Ulrich Weber, Koordinator des Aktionstages. Er wies auf den UN-Millenniumsgipfel im Jahr 2000 hin, bei dem 189 Länder ein acht Punkte-Programm zur Überwindung der Armut vorlegten. Mit der Umsetzung der UN-Ziele, bis 2015 u.a. die extreme Armut und den Hunger zu halbieren, sehe es nicht gut aus, so Weber. Beim Kampf gegen Armut komme es neben dem Bewusstsein, dass jeder einzelne Bürger helfen kann auch darauf an, Maßnahmen auf kommunaler Ebene seitens der Städte und Gemeinden aktiv zu unterstützen. Möglich sei dies z.B. durch die stärkere Förderung des ?Fairen Handels?. ?Wir stehen jeden Samstag von 9 bis 14 Uhr auf dem Viktualienmarkt und verkaufen Ware wie Kaffee, Tee, Schokolade, Wein oder Reis?, sagte eine Vertreterin des Aktionskreises Fairer Handel, der seit 1980 in Lünen tätig ist. Der Aktionskreis trägt durch sein Engagement dazu bei, den Menschen in Erzeugerländern für ihre Produkte faire Löhne und Preise zu garantieren. Weitere konkrete Hilfsprojekte wurden von Gruppen und Initiativen beim Aktionstag vorgestellt, so etwa die fast 20-jährige erfolgreiche Partnerschaft der Geschwister-Scholl-Gesamtschule mit der Martin-Luther-Highschool in Namibia oder die Friedens-AG des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Auch mehrere Gemeindeprojekte in Indien, Sambia und Brasilien wurden präsentiert. In einer Gesprächsrunde mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD), Jochen Otto (SPD), Friedhelm Schroeter (CDU) sowie Bernd Gregarek (Bündnis 90 - Die Grünen) wurden die Handlungsmöglichkeiten im kommunalen, nationalen und weltweiten Rahmen erörtert. Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick (Foto) lobte die unterstützenswerten Hilfsprojekte durch Lüner Gruppen oder das ?Eine-Welt-Netz NRW?. Beu Infos unter: www.eine-welt-netz-nrw.de

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