Jeep-Diebstahl scheiterte an platten Reifen

Lüner vor Gericht

Ein 20-jähriger Lüner musste sich am Donnerstag vor dem Schöffengericht verantworten: Im Juli war er mit einem Komplizen in eine Lagerhalle eingedrungen. Dort wollte er einen Jeep stehlen, doch mit dem Wagen gab es ein Problem. Der Wagen hatte platte Reifen.

LÜNEN

von Von Heinrich Höckmann

, 06.10.2011, 13:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am 11. Juli war er in eine Wohnung in der Steinstraße eingebrochen. Durch ein auf Kipp gestelltes Fenster war er eingedrungen und hatte Spielkonsolen für etwa 1 000 Euro entwendet. Die hatte er auf der Straße für 220 Euro verkauft. Am 18. Juli war er, gemeinsam mit einem Komplizen, in eine Lagerhalle in der Goethestraße durch ein Fenster eingestiegen. Der Jeep, den er gerne mitgenommen hätte, hatte platte Reifen. Dafür nahm er einen fahrbereiten Corsa mit. Passende Nummernschilder fand er in einer Schreibtischschublade, allerdings mit entwerteten Siegeln. Das führte dann später bei einer Spritztour zu seiner Festnahme durch eine Polizeistreife und dem Vorwurf, gegen das Pflichtversicherungsgesetz verstoßen zu haben. „Stimmt alles so“, entgegnete er auf die Frage des Richters, ob er die Taten gestehen wolle.

Jedoch hätte es sich bei dem Wohnungseinbruch um eine Retourkutsche gehandelt. Der Sohn der Eigentümerin hätte ihn bestohlen. Das letzte Mal stand er im Januar vor dem Richter. Damals hatte er zwei gestohlene PKW nach Polen gebracht und dort verkauft. Den Sprit hatte er an einer Tankstelle gezapft, ohne jedoch zu zahlen. Die Strafe war im Januar zur Bewährung ausgesetzt worden. Das bewog das Schöffengericht wohl dazu, dem Angeklagten dieses Mal keine Haftverschonung zu gewähren. 

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