Jo Marie Dominiak: Erst die neue Single und dann der Doktortitel

mlzLüner Sängerin gibt Gas

Besonders gern werden sich wohl nur wenige Menschen an 2020 erinnern. Eine davon ist die Lüner Sängerin Jo Marie Dominiak. Ihr beschert 2020 mindestens zwei gute berufliche Erinnerungen.

Lünen

, 27.10.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Es dauert nicht mehr lange, dann hat das Warten für Jo Marie Dominiak ein Ende. Am Freitag (30.10.) kommt ihre neue Single heraus. Dann können Musikfans den Titel „Ohne mich wär die Musik genauso laut“ auf allen Plattformen streamen und herunterladen.

Erst im September war Jo Marie in Düsseldorf im Studio, um mit Paul Falk an ihrem neuen Titel zu arbeiten. Der junge vielseitige Musiker und Produzent ist als Sohn von Produzentenlegende Dieter Falk schon früh mit dem Musikbusiness in Berührung gekommen.

Junger Produzent aus Düsseldorf

Jetzt unterstützte Paul Falk die 24-jährige Lünerin bei ihrem neuen Projekt. „Natürlich alles unter Corona-Bedingungen. Wir haben uns sozusagen zu zweit eine Woche eingeschlossen, um an dem Titel zu arbeiten“, erzählt Jo Marie. Die Idee zum Lied hatte Jo Marie. Text und Musik erarbeitete sie dann zusammen mit Paul Falk, der sich von dem Impuls inspirieren ließ.

„Es geht darum, dass ich mich auf einer Party irgendwie fehl am Platze fühle und am Ende beschließe, nach Hause zu gehen und feststelle, dass es ok ist, alleine zu sein und es trotzdem noch ein schöner Abend wird“, erzählt Jo Marie. Fazit also - „ohne mich wär die Musik genauso laut“.

Im Studio von Paul Falk nahm die junge Sängerin den Titel auf. Alle Instrumente spielte der Produzent selbst.

Da heute ein Titel unbedingt auch ein Musikvideo braucht, hat sich Jo Marie auch darum gekümmert. Der Dreh fand in ihrer Heimatstadt Lünen statt. „Daran waren dann auch mehr Leute beteiligt, das ging nicht mit kleiner Besetzung“, erzählt sie. Sie habe sich „auf meine Lüner Community“ verlassen und die ließ Jo Marie auch nicht im Stich. Regie führte der Lüner Ben Selimovic. Der Dreh dauerte einen ganzen Tag, „von acht Uhr früh bis neun Uhr abends.“ Das war, so Jo Marie, „mega anstrengend, aber es hat auch richtig Spaß gemacht.“

So sieht das Cover der neuen Single von Jo Marie Dominiak aus, die am 30. Oktober erscheint.

So sieht das Cover der neuen Single von Jo Marie Dominiak aus, die am 30. Oktober erscheint. © "Im Casten" Fotostudio Castrop-R

„Ohne mich...“ ist für Jo Marie etwas ganz Besonderes, denn in dem Musik-Projekt steckt viel Herzblut und Kreativität der jungen Musikerin. „Ich hab mir das Cover selbst ausgedacht, auch das Konzept für das Musik-Video. Ich hatte sozusagen alles unter Kontrolle.“ Das Video wird eine Woche nach der Single veröffentlicht - beworben auf allen sozialen Netzwerken.

Vom Musical bis zu „The Voice“

Unterstützt wird Jo Marie wieder von ihrer Mutter Bianca, die sie von Anfang an immer begleitet hat. Schon, als die kleine Jo Marie ihren ersten Auftritt beim Musical „Starlight Express“ als Stimme am Beginn hatte. Und natürlich auch vor einem Jahr, als sie bei der renommierten Casting-Show „The Voice of Germany“ antrat und gleich drei von vier Coaches mit einem Titel der „Toten Hosen“ überzeugte. Sie entschied sich für das Team von Mark Forster.

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Auch wenn sie es nicht bis ins Finale schaffte, wird Musik auch weiter ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens sein. Seit Mai ist sie offiziell keine Studentin mehr, hat ihren Masterabschluss in Kommunikationswissenschaften in der Tasche.

„Ich bin jetzt wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni in Münster“, so Jo Marie. Denn sie hat große Pläne. Die junge Lünerin will promovieren. „Meine Doktorarbeit schreibe ich auch über Musik“, weiß sie bereits.

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Andere Leute sehen Musik als Ausgleich für ihren Beruf. Bei Jo Marie ist das Ganze eher umgekehrt. Die Arbeit an der Uni „macht Mega-Spaß. Und ist ein Super-Ausgleich für das, was ich musikalisch mache.“ In der Musik habe sie eben viel Action, an der Uni kann sie dagegen strukturierter arbeiten.

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Und so bleiben Jo Marie weiter zwei Standbeine, die ihr beide - jedes auf seine Weise - wichtig sind: Musik und wissenschaftliche Arbeit.

Jetzt ist die 24-Jährige, die als bekennender BVB-Fan auch schon oft im Stadion oder auch in Berlin beim Pokalfinale für die Dortmunder Borussen gesungen hat, aber erstmal sehr gespannt, wie ihr neues Lied ankommt.

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