Jugendhilfe musste mehr Jugendliche aus Familien retten

Ausschuss

Die Kiwo-Jugendhilfe hat im vergangenen Jahr 32 Jugendliche aus akuten Konflikten in ihren Familien gerettet - im Vorjahr waren es 22. Kiwo-Bereichsleiter Gilbert Grieger legte die aktuellen Zahlen jetzt dem Jugendhilfeausschuss vor.

LÜNEN

von Von Dieter Hirsch

, 02.03.2011, 13:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Von Gewalt in der Familie sind auch oft Kinder und Jugendliche betroffen.

Von Gewalt in der Familie sind auch oft Kinder und Jugendliche betroffen.

Die Jugendlichen werden in der aktuellen Konfliktsituation aus den Familien genommen, um die Lage vor Ort zu entschärfen. Häusliche Gewalt, Missbrauch, psychische Probleme der Eltern, Drogenmissbrauch der Eltern sind einige der Hintergründe für diese Maßnahme. „Am nächsten Morgen wird das Jugendamt von uns informiert. Deren Mitarbeiter setzen sich dann mit den Jugendlichen und den Eltern in Verbindung und entscheiden, was weiter zu geschehen hat“, so Grieger. Im Jahr 2009 entschieden die insgesamt sechs Fachkräfte der Kiwo in 22 Fällen auf Inobhutnahme. „Dieses Jahr ist ruhig angelaufen. Wir hatten bisher drei Inobhutnahmen“, so Gilbert Grieger. Seit November 2008 wurde die Kiwo-Rufbereitschaft insgesamt 170 Mal angerufen. 58 Mal ließ sich die Lage schon am Telefon klären, in 112 Fällen fuhren die Berater raus, prüften und regelten die Situation vor Ort. 58 Mal wurde auf Inobhutnahme entschieden.

Grieger bezeichnete die Zusammenarbeit mit den Behörden als sehr gut. „Das hat sich mittlerweile eingespielt.“ Die Kiwo-Rufbereitschaft ist nur über die Notfallrufnummern der Polizei und der Feuerwehr zu erreichen.  

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