Kämmerer stöhnt: Kreis verkauft großes Aktienpaket

LÜNEN Stadtkämmerer Hans-Georg Schlienkamp zerlegt den Aktien-Deal des Kreises mit zwei Silben: "Tragisch." Ein späterer Verkauf der Wertpapiere wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit lukrativer gewesen.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 12.09.2007, 20:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadtkämmerer Hans-Georg Schlienkamp.

Stadtkämmerer Hans-Georg Schlienkamp.

Besser wäre es gewesen, so der Lüner Kämmerer, wenn man von der so genanten Call-Option Gebrauch gemacht hätte, wie es Teil einer von allen Kämmerern im Kreis und den Bürgermeistern getragenen Empfehlung gewesen sei. Bei der Call-Option würden die RWE-Aktien erst in drei Jahren verkauft, was einen Wert von 100 Euro pro Aktie bedeutet hätte. Landrat Makiolla hat dem Kreistags-Beschluss widersprochen, kaum, dass er gefällt worden war. Dieser Beschluss, so Makiolla, verstoße gegen das Wohl des Kreises.

Besser wäre es gewesen, so der Lüner Kämmerer, wenn man von der so genanten Call-Option Gebrauch gemacht hätte, wie es Teil einer von allen Kämmerern im Kreis und den Bürgermeistern getragenen Empfehlung gewesen sei. Bei der Call-Option würden die RWE-Aktien erst in drei Jahren verkauft, was einen Wert von 100 Euro pro Aktie bedeutet hätte. Landrat Makiolla hat dem Kreistags-Beschluss widersprochen, kaum, dass er gefällt worden war. Dieser Beschluss, so Makiolla, verstoße gegen das Wohl des Kreises.

CDU, Grüne und FDP hatten den sofortigen Verkauf der RWE-Aktien beantragt, um mit dem Geld die Wirtschaftsförderungesellschaft für den Kreis Unna finanziell zu unterstützen (5 Mio. Euro), einen Kulturfonds mit 10 Millionen auszustatten und die Restsumme zur Schuldentilgung zu verwenden. Makiolla erklärte, es gehe nicht zentral um die Frage, wann die Aktien verkauft würden, sondern um die zwischen Kämmerern und Bürgermeistern getroffene Vereinbarung, die Aktien als Call-Option in drei Jahren zu veräußern.

Lünen sieht von den 35 Aktien-Millionen keinen müden Cent. Kämmerer Schlienkamp: "Hier wird aus Aktiengeld bilanziertes Bargeld zur Entschuldung des Kreises."

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