Kein Platz für Forensik

Landes-Anfrage

Die Stadt besitzt offenbar keine Flächen, die für den Bau einer forensischen Klinik in Frage kämen. Das ist, wie Stadtsprecherin Simone Kötter erklärte, das Zwischenergebnis der Suche im Auftrag von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens.

LÜNEN

von Von Peter Fiedler

, 18.10.2011, 13:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Forensik in Dortmund-Aplerbeck. In der Nachbarstadt Lünen ist die Verwaltung auf der Suche nach einer geeigneten Fläche nicht fündig geworden.

Die Forensik in Dortmund-Aplerbeck. In der Nachbarstadt Lünen ist die Verwaltung auf der Suche nach einer geeigneten Fläche nicht fündig geworden.

Die hatte kürzlich 125 Städte und Gemeinden angeschrieben mit der Bitte, geeignete Standorte zu benennen. Denn das Land NRW geht davon aus, dass bis 2020 etwa 650 neue stationäre Plätze für psychisch kranke Straftäter geschaffen werden müssen.

„Wir sind dabei, Flächen nach den Kriterien des Ministeriums zu sichten. Doch bisher haben wir nur Flächen identifiziert, die nicht in städtischem Besitz sind“, sagte Simone Kötter. Am Mittwoch sollte das Thema eigentlich die Konferenz der Bürgermeister des Kreises Unna beschäftigen. Die Stadtoberhäupter wollten sich über die Standortfrage austauschen. Doch die Bürgermeister-Runde wurde auf den 23. November vertagt, weil Landrat Michael Makiolla einen kurzfristig anberaumten Termin bei NRW-Verkehrsminister Harry Voigtsberger hat.

Ministerin Barbara Steffens, die Standort-Vorschläge für eine Forensik bis Ende November erbeten hatte, ist deshalb vom Landrat um Fristverlängerung ersucht worden. Im Landgerichtsbezirk Dortmund (Dortmund, Hamm, Kreis Unna ohne Schwerte und Castrop-Rauxel) sollen nach den Plänen des Ministeriums 138 neue Forensik-Plätze entstehen. Dortmund allerdings dürfte nicht in Betracht kommen, weil dort erst 2006 eine neue Klinik für psychisch kranke Straftäter eröffnet wurde.

Lesen Sie jetzt