Coronavirus

Keine Feiern: Diese Regeln gelten zum 1. Mai in Lünen

Für viele Menschen in Lünen gehören zum 1. Mai ein Maigang und eine Maifeier. Die gibt es aber auch in diesem Jahr wegen Corona nicht. Stattdessen gelten diese Regeln.
So sah es im vergangenen Jahr am 1. Mai in Lünen aus. Auch dieses Jahr dürfte das Bild nicht groß davon abweichen. © Blandowski (A)

„Maifeiern können in der aktuellen Situation nicht stattfinden. Das ist rechtlich unmöglich und sollte in der aktuellen Situation für niemanden in Frage kommen“, erklärt Matthias Bork, Fachbereichsleiter Bürgerservice und Ordnung bei der Stadt Lünen. Ähnlich verhalte es sich auch mit den Maigängen: „Das Kontaktverbot und die Abstandsregeln einzuhalten ist dabei ja quasi unmöglich“, so Bork.

Seepark Horstmar und Grillwiese am Cappenberger See besonders im Fokus

Generell sind alle Veranstaltungen weiterhin untersagt – auch am 1. Mai. So entfällt beispielsweise das Familienfest im Seepark Horstmar. Ein besonderes Auge haben Stadt und Polizei in Lünen auf die Grillwiese am Cappenberger See. In der Regel treffen sich dort am 1. Mai Tausende Menschen zum Feiern.

Wie schon im letzten Jahr muss auch das in diesem Jahr wieder unterbleiben. Zudem wird das Gelände am Kriegerdenkmal verstärkt kontrolliert, weil sich hier traditionell viele Maifeiernde zu Beginn ihrer Wanderungen treffen. Grundsätzlich werden Stadt und Polizei mit verstärkten Kräften im gesamten Stadtgebiet im Einsatz sein.

Ein Haushalt und eine weitere Person

Laut Infektionsschutzgesetz gilt: Ein Haushalt darf sich im privaten und im öffentlichen Raum nur mit einer weiteren Person treffen. „Wir fordern alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich auf, die Regelungen zu respektieren und sich am 1. Mai nicht in Gruppen auf den Weg zu machen oder irgendwo gemeinsam zu feiern“, sagt Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns.

„Ich verstehe, dass viele Menschen nach über einem Jahr Corona-Pandemie ein großes Bedürfnis nach Geselligkeit und Feiern haben, aber die Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus ist aufgrund der Mutationen zuletzt noch größer geworden“, erklärt er weiter. Deshalb sei es auch am 1. Mai nicht akzeptabel, gegen die Regeln zu verstoßen. „Jede und jeder von uns trägt nicht nur die Verantwortung für die eigene Gesundheit, sondern auch für die Gesundheit der Mitmenschen“, appelliert der Bürgermeister.

Polizeipräsident Gregor Lange ergänzt: „Wir haben während dieser Pandemie festgestellt, dass die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Lünen sich stets an die geltenden Regeln gehalten und damit im Kampf gegen das Corona-Virus Verantwortung für sich und andere gezeigt hat. So auch am Mai-Feiertag im vergangenen Jahr. Deswegen vertraue ich darauf, dass Lünerinnen und Lüner dieses Verantwortungsbewusstsein auch in diesem Jahr zeigen werden. Unbelehrbare hingegen haben jederzeit mit Kontrollen von Stadt und Polizei – und mit entsprechenden Konsequenzen – zu rechnen.“

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