Kielhornschüler schenken Bäumen ein neues Zuhause

Pflanzaktion mit den Südparkfreunden

LÜNEN-SÜD Seltene Bäume pflanzte die Klasse 6 der Kielhornschule mit den Ehrenamtlichen der Südparkfreunde in ihre Obstwiese - Zwetschen-, Pflaumen- und Apfelbäume, alles Traditionssorten. Der Spaten rotierte: Auch Büsche wie Mispeln kamen in die Erde.

von von Magdalene Quiring-Lategahn

, 07.10.2009, 16:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch schweres Werkzeug kommt zum Einsatz, wie Gerd Husemann, (r.), Reimund Busch und Jürgen Böhm Lisa (v.l.), Marvin und Noah zeigen.

Auch schweres Werkzeug kommt zum Einsatz, wie Gerd Husemann, (r.), Reimund Busch und Jürgen Böhm Lisa (v.l.), Marvin und Noah zeigen.

Unterricht unter freiem Himmel. Hier wird fürs Leben gelernt: Obstbaumpflanzen stand gestern auf dem Stundenplan der Klasse 6 der Kielhornschule. Gemeinsam mit den Ehrenamtlichen der Südparkfreunde setzten die Schüler Zwetschen-, Pflaumen- und Apfelbäume in die Obstwiese, alles Traditionssorten. Auch Büsche wie Mispeln kamen in die Erde. Vorsitzender Jürgen Böhm und Schulleiter Peter Zarnitz sind ganz angetan. Denn durch die Projektpartnerschaft wird nicht nur der Südpark schöner, „einen Baum, den man selbst gepflanzt hat, reißt man nicht wieder ´raus“, sieht Böhm den Effekt der sozialen Selbstkontrolle. Außerdem hofft er, auf diese Weise junge Leute für die Pflege des Parks gewinnen zu können.

Lisa (11), Marvin (12) und Noah (13) graben eine Apfelgoldparmäne ein. Gerd Husemann von den Südparkfreunden schwingt den Hammer zum Einpflocken. „Jetzt sehen wir, wie`s geht“, freut sich Marvin. Auch Lisa findet die Aktion „gut“. Im nächsten Jahr dürfen die Schüler das Obst ernten und im Unterricht zu leckeren Marmeladen oder Kuchen verarbeiten. Doch damit nicht genug. Zurzeit ist eine Schulklasse dabei, Namensschilder für die Bäume anzufertigen. Eine weitere baut Nistkästen für die Vögel. „Durch die praktische Arbeit und das Wirken in der Natur lernen die Schüler, dass Natur schützenswert ist“, so Peter Zarnitz.

Zudem laufen die Vorbereitungen für die Gestaltung eines „offenen Klassenzimmers“ in der Nähe des Sees. Dazu will die Garten- und Landschaftsbaufirma Beukelmann mit den Schülern Tische und Bänke bauen. Auch der Förster wird mit einbezogen. „Unsere Schule liegt nur zehn Minuten entfernt. Im offenen Klassenzimmer wollen wir Naturerlebnis, Lernen und Freizeit verbinden“, sagt Zarnitz. Gestern endete die Aktion bei einer Tasse Kakao. Morgen gibt´s wohl mächtig Muskelkater.

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