Kinofest: Darum werden vier Lüner in einer neuen Rolle eine wichtige Entscheidung treffen

mlz30. Kinofest

Filme sind schon lange ein Hobby von vier Lünern. Jetzt schlüpfen sie aber selbst in eine neue Rolle in Sachen Film. Sie sollen zusammen eine wichtige Entscheidung treffen.

Lünen

, 09.11.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Filme mögen sie alle vier schon lange. Beim 30. Kinofest werden vier Lüner nun dafür sorgen, dass einer der Preise des Festivals vergeben wird. Denn sie haben sich als Leserjuroren der Ruhr Nachrichten beworben.

Ihre Bewerbungen haben überzeugt. Beim Kinofest (13. bis 17.11.) werden sie nun gemeinsam fünf Dokumentarfilme sehen und auch bewerten. Welcher Film dann den von den Ruhr Nachrichten gestifteten Preis „RuhrPott“ gewinnt, verrät die Jury bei der Preisgala am 16.11. im Hilpert-Theater.

Am Donnerstag (7.11.) lernten sich die vier Leserjuroren fürs 30. Kinofest erst einmal kennen. Natürlich in der Cineworld. Dass sie sich alle auf ihre Aufgaben freuen, war zu spüren. Auch wenn es am Kinofestfreitag ganz schön anstrengend werden wird - dann müssen die vier Juroren drei Filme hintereinander ansehen.

Eine andere Art, Filme zu schauen

„Es wird schon anders sein, als wenn man ganz normal ins Kino geht oder beim Kinofest sonst mehrere Filme am Stück sieht“, meinte Jurorin Barbara Günnewig,

Wie ihre Jurykollegen Silke Lenkeit, Bernhard Neumann und Jens Hendrik Heuser kennt sie das Kinofest schon von einigen Besuchen. Nun aber erleben die vier Leserjuroren das Festival aus einer neuen Perspektive. Welchen Film sie am Ende auswählen, darüber werden sie sicher schon nach den Vorführungen reden. Endgültig entscheiden müssen sie sich dann am 16.11. bei einem gemeinsamen Frühstück im Kunstcafé.

Nervennahrung und guter Tipp

Aber schon beim Treffen in der Cineworld beschlossen die Vier, sich nach dem offiziellen Teil in Ruhe bei einem Kaffee auszutauschen. Zuvor hatte Nicole Bacher, die beim Kinofestteam u.a. die Jurys betreut, schon mal für jeden eine Jubiläums-Tasche - mit Infos, Poster und Nüssen als Nervennahrung. Und natürlich auch die Terminliste für die fünf Filme im Wettbewerb um den von den Ruhr Nachrichten gestifteten „RuhrPott“.

Auch Kinofestleiter Mike Wiedemann war dabei. Und gab den Leserjuroren einen Tipp: „Man sollte nicht nur den Film wählen, bei dem man von der Thematik fasziniert ist. Wichtig wäre es, auch das Filmische und Dramaturgische zu bewerten.“ Welche Kriterien die Juroren anlegen, bleibt aber natürlich ihnen überlassen.

Fünf ganz unterschiedliche Dokumentarfilme

Auch wenn die Jury im vergangenen Jahr schon vier Dokus zu bewerten hatte - zum 30. Kinofest wird der „RuhrPott“ nun offiziell ein Dokumentarfilmpreis.

Die Idee dazu hatte Sven Ilgner, stellvertretender Kinofestleiter. Damit soll die Bedeutung der Dokus hervorgehoben werden.

Kinofest: Darum werden vier Lüner in einer neuen Rolle eine wichtige Entscheidung treffen

„Born in Evin“ konkurriert ebenfalls um den Preis „RuhrPott“. © Kinofest

Die vier Leserjuroren Barbara Günnewig, Jens Hendrik Heuser, Silke Lenkeit und Bernhard Neumann haben die Qual der Wahl aus fünf Filmen zu ganz unterschiedlichen Themen.

In „Born in Evin“ (14.11, 18.30 Uhr) geht es um die Lebensgeschichte von Maryam Zaree, die als Tochter zweier Kritiker des Mullah-Regimes im Iran geboren wurde.

Kinofest: Darum werden vier Lüner in einer neuen Rolle eine wichtige Entscheidung treffen

Mehrere Jahre begleitete das Filmteam die beiden Brüder für den Dokumentarfilm „Bruderliebe“. © Kinofest

„Bruderliebe“ (15.11., 20 Uhr) erzählt von Michael, der es nicht akzeptieren will, dass die übrige Familie nach einem schweren Unfall seines Bruders Markus resigniert hat. Er will ihn wieder zurück ins Leben holen.

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„Es hätte schlimmer kommen können“ heißt der Dokumentarfilm über Mario Adorf. © Kinofest

Der große Schauspieler Mario Adorf - sein Leben und seine Karriere - stehen im Mittelpunkt von „Es hätte schlimmer kommen können“ (14.11., 21 Uhr). Kaum zu glauben, aber vor 38 Jahren hatte Deutschland noch keine Frauenfußball-Nationalmannschaft. Stattdessen soll 1981 der amtierende deutsche Meister zur ersten WM nach Taiwan reisen. In „Das Wunder von Taipeh“ (15.11, 17.45 Uhr) geht es um die Schwierigkeiten, mit denen die Fußballerinnen fertig werden mussten.

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Szene aus „Das Wunder von Taipeh“ über die deutschen Fußballerinnen bei der ersten Frauen-WM in Taiwan. © Kinofest

„Der zweite Anschlag“ (15.11., 16 Uhr) beleuchtet, wie Opfer von rassistisch motivierten Anschlägen noch Jahre danach unter den Folgen leiden und wie sie darum kämpfen, dass die Taten lückenlos aufgeklärt werden und dass die Gewalt endlich ein Ende hat.

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