Viele Menschen beim Kinofest in der Cineworld. Ob es das wieder geben wird, ist offen. Veranstalter Pro Lünen hat sich jetzt klar positioniert. © Günter Blaszczyk (A)
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Kinofest Lünen: Veranstalter Pro Lünen hat seine Entscheidung getroffen

Glamour, Stars und roter Teppich: So feierten die Lüner ihr Kinofest. Ob es das so wieder geben wird, steht in den Sternen. Veranstalter Pro Lünen jedenfalls hat eine Entscheidung getroffen.

Das Kinofest in Lünen gilt als Veranstaltung mit Strahlkraft. Einmal im Jahr brachte es Glamour in die Stadt. Die Vergangenheitsform zeigt das Dilemma: 2020 musste die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Der Verein Pro Lünen hatte die Reißleine gezogen. Als Veranstalter sah er durch die Virus-Situation keine Chance auf ein Kinofest im üblichen Format.

Auch das stattdessen von Festivalleiter Mike Wiedemann mit Stellvertreter Sven Ilgner und Dr. Anke Höwing geplante kleinere „KinoFilmFest Lünen“ fiel letztlich der Coronakrise zum Opfer. Eigens hatten die drei die WHI GbR dafür gegründet. Doch das Team wollte sich nicht geschlagen geben. Im November kündigte es die Planung des KinoFilmFestes Lünen 2021 an.

Keine Konkurrenz-Veranstaltung

Ein Statement, das bei Pro Lünen offensichtlich nicht gut ankam. Denn der Veranstalter, der vor 18 Jahren das damals am Boden liegende Kinofest übernahm, ist jetzt raus. „Ein eigenes Kinofest, quasi als Konkurrenz-Veranstaltung, plant Pro Lünen natürlich nicht“, teilt der Vorstand nach einer Sitzung per Videokonferenz auf Anfrage der Ruhr Nachrichten mit.

Hubert Tenberge, Vorsitzender von Pro Lünen, bei der Eröffnung des Kinofestes 2019.
Hubert Tenberge, Vorsitzender von Pro Lünen, bei der Eröffnung des Kinofestes 2019. © Günter Blaszczyk © Günter Blaszczyk

Auf die Ankündigung der Planung für das KinoFilmFest 2021, die die neuen Macher seinerzeit per Presseinformation am 26. November publik gemacht hatten, reagiert Pro Lünen mit den Worten: „Pro Lünen freut sich darüber, dass damit die Kontinuität eines Kinofestes in Lünen gewahrt bleibt.“ Den Ausrichtern des KinoFilmFestes sagt Pro Lünen allerdings ausdrücklich seine Unterstützung zu. Der Verein bittet seine Mitglieder und die bisherigen Sponsoren, „zukünftig mit großem Engagement das neue KinoFilmFest“ zu unterstützen.

Tischtuch nicht zerschnitten

Von einem zerschnittenen Tischtuch zwischen Pro Lünen und Mike Wiedemann will Pro-Lünen-Vorsitzender Hubert Tenberge nichts wissen. Es habe in einem wesentlichen Moment unterschiedliche Meinungen gegeben. „Ich drücke die Daumen, dass das KinoFilmFest gut wird“, so Tenberge.

Mike Wiedermann erklärte auf Anfrage, man müsse abwarten, was in den nächsten Monaten geschehe. Ob es ein KinoFilmFest 2021 gebe, sei völlig offen.

Der Rückzug des Veranstalters Pro Lünen aus der Federführung wird die Mitglieder des City Rings enttäuschen. Die hatten im Dezember an Pro Lünen appelliert, doch das Kinofest wieder in seiner ursprünglichen Form durchzuführen. Die kleinere Variante hätte längst nicht die Stahlkraft und wäre ein Imageverlust für die Stadt. Auch der Bürgermeister hatte damals die Hoffnung auf ein Kinofest in gewohntem, erfolgreichem Format geäußert.

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Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
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Magdalene Quiring-Lategahn

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