Meinung

Kirmesabsage in Lünen ist bitter, aber die richtige Entscheidung der Stadt

Das die Lünsche Mess 2021 abgesagt wird, ist eine bittere Pille. Die Entscheidung des Lüner Krisenstabs ist aber richtig. Und vorbildlicher als volle Tribünen bei der EM, findet unser Autor.
Die Lünsche Mess, wie hier auf einem Bild von 2019, wird in diesem Jahr nicht stattfinden. © Goldstein (A)

Mit den derzeit niedrigen Inzidenzen sprießen Veranstaltungen mit einem Mal wieder wie Pilze aus dem Boden. Das ist auch verständlich. Die Menschen, auch in Lünen, brauchen mal eine Ablenkung von Corona, Veranstalter, Schausteller und Co. sind wirtschaftlich dringend darauf angewiesen.

Die Absage der Lünschen Mess im September mag in der aktuellen Lage überraschend kommen. Bitter ist die Entscheidung des Krisenstabs auf jeden Fall. Aber es ist auch eine richtige. Abseits davon, dass ein Zaun um die komplette Innenstadt wohl kaum umsetzbar wäre, auch mit Blick auf den Handel.

Nicht die Fehler von 2020 wiederholen

Dass die Delta-Variante auch in Lünen wieder für steigende Infektionszahlen sorgen wird, ist nur eine Frage der Zeit. Jetzt so zu tun, als wäre alles in bester Ordnung, würde die Fehler aus dem vergangenen (Spät-)Sommer und Herbst wiederholen.

Wobei, schaut man auf die vollen Ränge in Europas Fußballstadien, kommen mir da arge Zweifel, ob die UEFA das genauso sieht. Ein gutes Gefühl gibt das jedenfalls nicht. Entsprechende Meldungen über steigende Infektionszahlen – etwa aus Großbritannien – gibt es schon.

Einen weiteren Lockdown, inklusive geschlossener Geschäfte, Restaurants und Schulen, kann niemand wollen.

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