Klettern noch in Bodennähe

WETHMAR Als vor Monaten Mitglieder des „action & fun club Lünen e.V.“ zusammen mit den Stadtwerken ihr Projekt „Kletterwald am Cappenberger See“ vorstellten, wuchsen die Träume von einer zügigen Realisierung wie die Bäume in den Himmel.

von Von Günther Goldstein

, 04.07.2008, 14:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch die Hängebrücke hat ihre Tücken, aber sie ist gut gesichert, und ein Absturz wird aufgefangen.

Auch die Hängebrücke hat ihre Tücken, aber sie ist gut gesichert, und ein Absturz wird aufgefangen.

Die zum Klettern ausgewählten Eichen, die den Stadtwerken gehören, scheinen auch bis in den Himmel zu ragen, die Veranstalter aber mussten mit ihren Vorstellungen am Boden der Realität bleiben. Was aber der Liebe zu ihrem Projekt keinen Abbruch tat. Denn an den Wochenenden der abgelaufenen Fußball-EM gab es einen kleinen aber feinen Kletterpark in Hüfthöhe, um damit zumindest zu demonstrieren, wie es einmal sein könnte. In dem tummelten sich reichlich Kids und hatten ihren Spaß. Jeden Sonntag rückten Jens und Beate Krause vom Vorstand des afc-luenen an, um in dem vorbereiteten Waldstück die Draht seile zu verspannen. Auf ihnen konnten die Kinder schon einmal ein Gefühl bekommen, wie schwer es ist, auf so schmalem Grund das Gleichgewicht zu halten. Und damit nicht genug, es musste auch noch durch Ringe gestiegen werden. Gar nicht so leicht war es auch, an zwei frei stehenden Leitern in die Höhe zu kommen. Auch die lange Hängebrücke hatte es in sich.

Mulchboden

Aber jeder Absturz konnte nur glimpflich enden, entweder in einem Netz oder auf dem dicken aufgefüllten Mulchboden, der eigens dafür hergerichtet worden war. Beate und Jens Krause sind mit diesem Einstieg „auf niedrigem Niveau“ zu frieden, und hoffen, so doch noch die Sponsoren zu finden, die notwendig sind, um in den Wipfel der mächtigen Eichen zu gelangen. Dafür sind aber als Erstes anerkannte Gutachten über die ausgewählten Bäume notwendig. Dann fehlen auch noch eine Menge Utensilien von speziellen Drahtseilen bis zu Sicherungsgurten und Helmen für die Kletterer. Für einen Start in den Hochseilgarten benötigen die Veranstalter rund 25 000 Euro. Bis das große Ziel erreichbar ist, wollen Beate und Jens Krause einmal im Monat den erdnahen Kletterparcours aufbauen. Die Termine dafür werden noch bekannt gegeben.

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