ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht vom 5. September 2019: Die Haare nach Läusen zu durchsuchen, macht im nassen Haar mehr Sinn. Dort sieht man mögliche Krabbler und die Nissen besser. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++ | Verwendung weltweit © picture alliance/dpa
Tipps zur Behandlung

Krabbler haben Saison: Kopfläuse lieben zwischenmenschliche Kontakte

Sie sind wieder da und nerven - Kopfläuse. Die Winterzeit ist Hochsaison für die unangenehmen kleinen Krabbler. Aber man kann sie mit konsequenter Behandlung in den Griff bekommen.

Weil in der dunken und kalten Jahreszeit wieder Mützen und Jacken in Kindergärten und Schulen eng nebeneinander hängen, haben Kopfläuse Saison. So können die juckenden Plagegeister – wenn auch weniger wahrscheinlich als bei direktem Kopf zu Kopf-Kontakt – von einem Kopf auf den nächsten wandern. Doch mit einer konsequenten Behandlung lassen sie sich in den Griff bekommen, so die Pressestelle des Kreises Unna.

Eltern müssen Befall sofort melden

Treffen kann es jeden, wie die zuständige Sachgebietsleiterin des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes, Dr. Karen Anke Pistel, weiß: „Kopflausbefall hat nichts mit fehlender Sauberkeit zu tun. Ursache sind vielmehr enge zwischenmenschliche Kontakte.“ Bei einem Kopflausbefall des Kindes müssen die Eltern handeln: Sie sind gesetzlich verpflichtet, der Leitung der Schule oder Kita den Befall mitzuteilen, damit dort einer weiteren Verbreitung vorgebeugt werden kann.

Zum raschen Erkennen und Behandeln eines Kopflausbefalls sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden. Ein ärztliches Attest zur Bestätigung, dass die Betroffenen wieder ohne Kopfläuse sind, ist nicht vorgeschrieben.

Zum Themendienst-Bericht von Caroline Mayer vom 27. Januar 2016: So sieht sie aus: Die meisten Menschen assoziieren Läuse mit Schmutz und ungewaschenen Haaren. Dabei hat Kopflaus-Befall nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. (ACHTUNG – HANDOUT – Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung der Quelle. Die Veröffentlichung ist für dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.) Foto: Deutsche Pediculosis Gesellschaft e.V. | Verwendung weltweit © picture alliance / dpa-tmn © picture alliance / dpa-tmn

Die Leitung einer Gemeinschaftseinrichtung muss die Kreisgesundheitsbehörde über einen Kopflausbefall unterrichten. Deren Aufgabe reicht von der Beratung über die Kontrolle der Maßnahmen in der Einrichtung gegebenenfalls bis hin zur Untersuchung von Kindern.

Alle Hinweise der Hersteller beachten

Am Tag eins der Diagnose soll – unter genauer Beachtung aller Hinweise der Hersteller – mit einem geeigneten Insektizid behandelt werden, empfiehlt Dr. Karen Anke Pistel. Wichtig ist es, die Behandlung konsequent durchzuziehen, weil bis zum achten Tag noch Larven nachschlüpfen und ab dem elften Tag junge Weibchen bereits neue Eier ablegen können.

Einwirkzeiten wie vorgeschrieben

„Mögliche Fehler in der Behandlung sind zu kurze Einwirkzeiten, zu sparsames Ausbringen, eine ungleichmäßige Verteilung oder eine zu starke Verdünnung des Mittels in triefend nassem Haar. Auch wenn die Behandlung nicht gemäß Packungsbeilage des verwendeten Mittels konsequent wiederholt wird, kann sich der Befall länger hinziehen“, warnt die Ärztin. Kontrollen während und nach der Behandlung durch nasses Auskämmen mit einem Läusekamm sind in den ersten beiden Wochen ebenfalls wichtig.

Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Kreises Unna hat Faltblätter zum Thema „Kopfläuse“ in deutscher, türkischer, arabischer und russischer Sprache erstellt, die von Kindertageseinrichtungen und Schulen zur Weitergabe an die Eltern angefordert werden können. Unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff: Kopfläuse) kann das Faltblatt heruntergeladen werden.

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.