Kreisverkehr-Pläne im Norden: GFL kreuzt die Klingen mit der Stadt

NORDLÜNEN Die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Lünen (GFL) wirft der Stadt vor, das Verkehrsgutachten zum geplanten Kreisverkehr Cappenberger Straße/Wehrenboldstraße sei unvollständig und könne nicht zur Entscheidungsfindung heran gezogen werden. Außerdem ist der GFL der Kreisverkehr zu teuer und zu unsicher.

von Ruhr Nachrichten

, 30.03.2009, 12:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kreisverkehr-Pläne im Norden: GFL kreuzt die Klingen mit der Stadt

Der Beigeordnete Jürgen Evert weist die Kritik zurück.

Den geplanten Kreisverkehr lehnt die GFL nicht nur aus Sicherheits-, sondern auch aus finanziellen Gründen ab, weil diese Investition wegen der funktionsfähigen bestehenden Kreuzung zurzeit nicht zwingend erforderlich sei. Die GFL spricht von Kosten von 500 000 Euro, von denen die Stadt ca. zwei Drittel selbst aufzubringen habe. Zudem drohe dann noch eine Rückzahlungsforderung von Zuschüssen aus dem Umbau der derzeitigen Kreuzung. Laut Evert ist eine solche Rückzahlung nicht zwingend. Das sei der GFL ebenso schriftlich mitgeteilt worden wie die Kosten für den Kreisverkehr.

Die betrügen nach überschlägiger Kalkulation 340 000 Euro, wobei von einem Drittel Stadtanteil auszugehen sei. Evert wirft der GFL „reine Spekulation“ vor. Die GFL wiederum fragt jetzt, ob die angedachte Fahrradquerung mit Ampel und der erforderliche Grundstückskauf für den Kreisverkehr in der Kalkulation enthalten sei.

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