Kurden halten Mahnwache auf der Lippebrücke in Lünen

Demonstration

Am späten Mittwochnachmittag sorgte eine Mahnwache auf der Lippebrücke in der Lüner Innenstadt für Aufsehen. Ein kurdischer Kulturverein hatte die Demonstration angemeldet.

Lünen

, 11.03.2020, 18:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Friedlich und mit Musik demonstrierte ein Reihe von Menschen in Gedenken an Unruhen nach einem Fußballspiel in Nordsyrien.

Friedlich und mit Musik demonstrierte ein Reihe von Menschen in Gedenken an Unruhen nach einem Fußballspiel in Nordsyrien. © Stachelhaus

Viele Menschen, Musik und Kerzen sind am späten Mittwochnachmittag auf der Lippebrücke in der Lüner Innenstadt zu sehen. Bei der Demonstration handelt es sich laut Polizei Dortmund, die auch für Lünen zuständig ist, um eine Mahnwache des Kulturvereins der Kurden in Lünen.

Angemeldet waren laut Polizei zwischen 50 und 100 Teilnehmer, die friedlich und mit Musik auf der Lippebrücke demonstrieren wollten.

Zu der Demonstration waren laut Polizei zwischen 50 und 1000 Teilnehmer angemeldet.

Zu der Demonstration waren laut Polizei zwischen 50 und 1000 Teilnehmer angemeldet. © Rottgardt

Vor Ort ließ sich in Erfahrung bringen, dass die Kurden eines Zwischenfalls nach einem Fußballspiel gedachten. Kerzen standen in einer Reihe auf dem Boden vor den Teilnehmern. Eine offizielle Pressemitteilung zu der Demonstration gibt es bisher nicht.

Vermutlich erinnerten die Menschen an die Unruhen nach einem Fußballspiel am 12 März 2004 in Qamischli, einer Stadt im Nordosten Syriens an der Grenze zur Türkei. Am Mittwoch war der Jahrestag. Die Auseinandersetzungen zwischen überwiegend kurdischen Demonstranten und syrischen Sicherheitskräften hatten im März 2004 von Qamischli auf andere Städte Syriens übergriffen.

Zunächst hatten wir berichtet, dass es sich um einen armenischen Kulturverein gehandelt habe. Das war nicht richtig.

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