Kurze Wege, kurze Wartezeiten

LÜNEN Einen Gesundheits-Marathon unternahmen rund 2500 interessierte Besucher Samstag bei der Einweihung der neu gestalteten Zentralen Aufnahme im St.-Marien-Hospital.

von Von Volker Beuckelmann

, 23.09.2007, 17:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Solche Einblicke in den Arbeitsalltag des St.-Marien-Hospitals bekommt man nur am "Tag der offenen Tür". Beuckelmann</p>

<p>Solche Einblicke in den Arbeitsalltag des St.-Marien-Hospitals bekommt man nur am "Tag der offenen Tür". Beuckelmann</p>

Bei einem Tag der offenen Tür stellte sich die erste Anlaufstelle des Krankenhauses der Öffentlichkeit vor.

Sie ist seit Anfang März in Betrieb und befindet sich in der ersten Etage (am Haupteingang hinter der Pforte linkes Treppenhaus).

Keine Schwarzwaldklinik

Schwarzwaldklinik oder "Emergency Room", das war die Frage. Wohl keines von beiden trifft zu, so das Urteil der Besucher, die sehr beeindruckt schienen.

Zu Beginn wurde die Zentrale Aufnahme im Rahmen einer Eucharistiefeier von Domkapitular Dieter Geerlings aus Münster in der voll besetzten Krankenhauskapelle eingeweiht.

Einsegnung der Aufnahme

Nach dem Gottesdienst erhielten bei der Einsegnung der Aufnahme die Kreuze und Kruzifixe Weihwasser als Zeichen der Hoffnung.

Anschließend konnten die Besucher nicht nur dem pflegerischen, sondern auch dem ärztlichen Personal, darunter auch Chefärzten, "Löcher in den Bauch" fragen. "Haben Sie was Gebrauchtes für mich da? Ich muss unbedingt ein Gelenk haben", fragte ein Besucher und erhielt qualifizierten Rat bei der Orthopädischen Chirurgie.

20 verschiedene Bereiche

"Das ist vom Kaliber her für die Bauchschlagader", erklärte Dr. Janine Rohweder und zeigte ein großes Bypass-Modell. Haltebänder für geschwächte Blasen gab es in der Gynäkologie, die auch ihr Brustzentrum vorstellte. Ob die Versorgung eines Schwerverletzten im Schockraum, Herz-Lungen-Wiederbelebung, Schlüsselloch-Chirurgie, Gelenkersatz, Defibrillation, 3 D Ultraschall, Linksherzkatheter-Messplatz oder Schmerzambulanz - 20 verschiedene Bereiche konnten aufgesucht werden.

Kurze Wege, kurze Wartezeiten und eine zielgerichtete Zuordnung der Patienten zu den entsprechenden Fachabteilungen, das sind die Ziele, die mit der neuen Zentralen Aufnahme erreicht werden sollen.

Schockraum übernimmt

Das ärztliche und pflegerische Team besteht aus über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Hand in Hand arbeiten.

"Alle lebensbedrohlichen Zustände werden im Schockraum übernommen. Kurze Wege, kurze Zugriffe, jeder hat seinen fest vorgegebenen Platz", sagte der Anästhesist Theo Burkhart und wies darauf hin, dass Alarmierungspläne nach bestimmten Stichworten (z.B. Polytrauma = Mehrfachverletzungen) umgestellt worden seien. Herzinfarktpatienten landen zuerst im Katheterlabor, um die Gefäße wieder durchgängig zu machen

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