Landesbetrieb Straßen NRW nennt Starttermin für B54-Ausbau in Lünen

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Das Schicksal des Antiquitätengeschäfts Denter ist besiegelt - das des Hauses an der B54 offenbar jedoch noch nicht, wie Straßen NRW mitteilt. Laut Plan könnte das Gebäude stehen bleiben.

Lünen

, 29.05.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Antiquitätengeschäft Denter an der Dortmunder Straße schließt zum Ende des Jahres. Nicht wegen Corona, sondern unter anderem wegen des Ausbaus der B54. Das Haus steht im Weg und muss deshalb abgerissen werden. Nur wenige Meter weiter steht das Restaurant Westermanns - und das wird auch dort bleiben, obwohl die Entfernung zur Straße nur minimal größer ist.

Landesbetrieb kauft Denter-Haus

Wirft man einen Blick auf die Planskizzen, so fällt auf, dass auch das Denter-Haus theoretisch stehen bleiben könnte: Die künftige Straßenführung rückt zwar nah an das Gebäude heran, berührt es aber nicht. Vor dem Restaurant Westermanns entsteht neben einer neuen Zufahrt sogar noch ein zusätzlicher Grünstreifen.

Tatsächlich scheint es noch die Option zu geben, das Haus stehen zu lassen. Nadia Leihs von Straßen NRW erklärt auf Anfrage: „Es steht noch nicht endgültig fest, was mit dem Haus passiert.“ Die Entscheidung liegt allerdings beim Landesbetrieb, denn der ist mittlerweile offiziell Eigentümer.

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Stellt sich in einem Planfeststellungsverfahren heraus, dass ein Haus nach dem Ausbau zu starkem Lärm ausgesetzt ist, muss Straßen NRW dem Besitzer anbieten, das Haus zu kaufen. „In diesem Fall hat der Eigentümer dieses Angebot angenommen“, sagt Nadia Leihs. Lehnt ein Eigentümer das Angebot ab, wäre der Landesbetrieb verpflichtet, einen entsprechenden Lärmschutz zu errichten.

Dieses Problem hat Straßen NRW also nicht mehr. Bereits im Sommer 2019 hatte man mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens am nördlichen Ausbauende der Strecke begonnen. „Die eigentlichen Arbeiten auf der Straße werden im Frühjahr 2021 beginnen“, so die Sprecherin. 2023 soll das 15-Millionen-Euro-Projekt abgeschlossen sind.

Maßnahme soll für weniger Staus sorgen

Dann wird die B54 zwischen der Kreuzung mit der B236 und der Einmündung in die Kupferstraße in beiden Fahrtrichtungen zweispurig sein. Außerdem stehen zum Abbiegen auf die B236 weiterhin zwei Linksabbiegerspuren zur Verfügung, in Gegenrichtung ist eine Spur für Linksabbieger auf „An der Wethmarheide“ vorgesehen. Gleiches gilt für Linksabbieger, die in Fahrtrichtung Lünen auf die Brambauerstraße abbiegen wollen.

Anlass für die Bauarbeiten ist laut Straßen NRW die „Verbesserung der Verkehrsqualität in einem bereits heute häufig durch Staus belasteten Abschnitt “ - und damit auch die Anbindung der Stadt Lünen an das Autobahnnetz. Neben einer Verbesserung der Verkehrssicherheit erhofft sich der Landesbetrieb auch weniger Staus zwischen Lünen und Dortmund.

Ein weiterer Pluspunkt seien reduzierte Schadstoff- und Lärmemissionen durch den verbesserten Verkehrsfluss.

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