Julius Harder aus Lünen gewann als mit seinem Ausbildungsabschluss als Metallbauer den Leiustungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2020. © HWK Dortmund / Privat
Handwerk

Landessieg in der Ausbildung: Bester Metallbau-Geselle kommt aus Lünen

Als bester Metallbauer auf Landesebene kann der 22-jährige Julius Harder schon auf goßen Erfolg bauen. Ob er aber tatsächlich in diesem Beruf tätig sein möchte, weiß er noch nicht.

Mit seinen 22 Jahren hat Julius Harder schon ziemlich viel erreicht: Mit 98,45 von 100 Punkten hat er auf Landesebene seine Ausbildung zum Metallbauer als Bester abgeschlossen, ist Landessieger des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks 2020.

Auf Bundesebene landete er auf Platz vier. Dafür musste sich der Lüner, der eine Metallbau-Lehre mit Fachrichtung Konstruktionstechnik bei der Walter Viet Stahl-und Metallbau GmbH in Dortmund absolvierte, erst in seiner Innung, dann auf Kammerebene und dann gegen die sechs anderen Kammersieger aus NRW durchsetzen.

Mit Beamer-Halterung zum Sieg

„Das war ein sehr schönes Erlebnis und eine gute Erfahrung“, sagt der 22-Jährige zufrieden. Während in anderen Jahren auf Kammer- und Landesebene praktische Wettbewerbe unter den Absolventen durchgeführt werden, lief der Wettbewerb in diesem Jahr ausschließlich über die Note, die die Gesellen für die Anfertigung ihres Gesellenstücks bekamen.

Julius Harder hatte eine Beamer-Halterung aus Metall zu fertigen und erledigte seine Aufgabe so gut, dass er zum Landeswettbewerb antreten durfte. „Wir bekamen das Rohmaterial. Geprüft wurden die Fertigkeiten, die verschiedenen Arbeitsschritte und die Ausführung“, erinnert sich Harder.

Besonders gut gefielen Julius Harder an seiner Ausbildung die späteren Lehrjahre. Die Zeit, als er in Planungen mit einbezogen wurde. „Das hat viel Spaß gemacht“, sagt er, „vor allem der Kundenkontakt, aber auch bei den Konstruktionen kreativ sein zu können. Dieses praktische Arbeiten kann man fürs Leben immer gebrauchen.“

Nach seinem Abitur am Lippe-Berufskolleg wollte der Lüner zunächst praktische Erfahrung sammeln. „Ich wollte erst einmal ein bisschen reifer werden, bevor ich anfange zu studieren. Schauen, wie es in Betrieben so abläuft und mit Handwerkern zu tun haben. So habe ich jetzt eine gute Kombi aus Theorie und Praxis.“

Vielleicht kommt noch der Meister

Seit diesem Wintersemester studiert Julius Harder nun International Business Management mit Schwerpunkt Englisch und Spanisch an der FH Dortmund. „Gerade in Hinblick auf die Globalisierung finde ich das ein wichtiges Studium“, sagt Harder. „Nachdem ich jetzt praktische Erfahrung in einem Betrieb gesammelt habe und weiß, wie es so abläuft, schaffe ich mir jetzt die Theorie und Sprachen drauf.“

Er kann sich vorstellen, nach dem Studium noch den Metallbauer-Meister zu absolvieren. Durch den Landessieg würde der ihm sogar finanziert werden. „Wo die Reise hingeht, weiß ich jetzt noch nicht“, sagt er. „Aber ich bin offen für alles. Ich möchte so viel Bildung mitnehmen, wie möglich.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
In und um Stuttgart aufgewachsen, in Mittelhessen Studienjahre verbracht und schließlich im Ruhrgebiet gestrandet treibt Kristina Gerstenmaier vor allem eine ausgeprägte Neugier. Im Lokalen wird die am besten befriedigt, findet sie.
Zur Autorenseite
Kristina Gerstenmaier

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt