Lebensmittel-Spenden werden knapp

Tafeln im Kreis Unna

Die Tafeln im Kreis Unna fürchten um ihre Existenzgrundlage. Lebensmittelspenden werden deutlich weniger.

LÜNEN/KREIS UNNA

12.03.2011, 09:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Bereitschaft, die Arbeit der Tafel mit Lebensmittel-Spenden zu unterstützen, nimmt seitens des Einzelhandels immer mehr ab. Das ist die Beobachtung von Martina Fuchs von der Unnaer Tafel. Für sie stellt sich das Problem so dar: In Supermarktregalen bleiben Lebensmittel länger in der Auslage als das früher der Fall war. „Sonst kamen die Lebensmittel zehn Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums zu uns, jetzt versuchen die Märkte selber, diese Produkte noch zu verkaufen“, erläuterte Fuchs das veränderte Verhalten der Händler.Annahmestopp für Neukunden? Als Beispiel nannte sie die Lidl-Kette, mit einem Anteil von 60 bis 70 Prozent Hauptsponsor der Tafel. „Von denen beziehen wir schon seit Beginn der Tafel viele Waren“, will Fuchs der Handelskette keinen Vorwurf machen. „Wir sind wirklich dankbar für die ausdauernde Spendenbereitschaft.“ Aber auch hier wird es weniger. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, sieht Fuchs für die Tafel im Kreis erhebliche Konsequenzen: „Dann besteht die Gefahr, dass wir eine Ausgabestelle schließen müssen oder einen Annahmestopp für Neukunden verhängen müssen“, schließt Martina Fuchs auch drastische Maßnahmen nicht aus.   ►Deshalb ruft Martina Fuchs jetzt auch andere Lebensmittelhändler auf, zu spenden und hofft insbesondere auf die Landwirte im Kreisgebiet. Weitere Informationen unter Tel. (0 23 03) 25 33 82.

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