Letztes Mitglied der Gullydeckel-Bande ist verurteilt

Einbrüche vor zehn Jahren

Ihre Spezialität: Einbrüche mit Gullydeckeln. Die Täter brachten einen Deckel mit, warfen damit auch in Lünen Fensterscheibe ein und durchsuchten die Läden nach Zigaretten. Am Dienstag verurteilte das Dortmunder Landesgericht das letzte Mitglied der Bande - der Mann bekam eine härtere Strafe als seine Komplizen.

DORTMUND/LÜNEN

17.10.2017, 16:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der 39-Jährige wurde als letztes Mitglied der Gullydeckel-Bande verurteilt.

Der 39-Jährige wurde als letztes Mitglied der Gullydeckel-Bande verurteilt.

Am ersten Verhandlungstag hatte er noch fast alles abgestritten. Dann überlegte es sich der 39-Jährige doch noch anders und legte ein weitgehendes Geständnis ab. Schnelle Folge: Das Dortmunder Landgericht hat das Mitglied der Gullydeckel-Bande am Dienstag zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Zusammen mit mindestens zwei Komplizen soll der Angeklagte rund 15 Einbrüche verübt haben. Ihre Spezialität: Jedes Mal wurden die Fensterscheiben mit einem mitgebrachten Gullydeckel eingeworfen. Aus dem Ladeninneren sollen die Täter dann Zigaretten gestohlen haben.

Mehrere Zehntausend Euro Beute

In Castrop-Rauxel sollen die Einbrecher aus zwei Tankstellen an der Wittener und der Herner Straße jeweils Zigaretten im Wert von 400 Euro gestohlen haben. Weitere Tatorte lagen in Werne, Lünen und Dortmund. Die Gesamtbeute hatte laut Staatsanwaltschaft einen Wert von mehreren Zehntausend Euro.

Der 39-Jährige ist der letzte Verurteilte in diesem Tatkomplex. Seine beiden Mittäter sind bereits in früheren Verfahren verurteilt worden. Dass der jetzige Angeklagte mit dreieinhalb Jahren Haft die mit Abstand härteste Strafe erhalten hat, hängt mit seinem kriminellen Vorleben zusammen. In die Strafe musste eine Verurteilung wegen Drogenhandels einbezogen werden.

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