Horst Engel bei einer Ausstellung vor der Corona-Zeit. Sein Corona-Lied sorgt für gute Laune. © Textoris
Horst Engel

Lied aus Lünen über Corona amüsiert auch in der Schweiz und Österreich

Humor ist, wenn man trotzdem lacht - das gilt wohl gerade in diesen Corona-Zeiten. Deshalb sorgt der Lüner Wortspiel-Künstler Horst Engel für witzige Momente. Mit einem Corona-Song.

Diese Zeiten gehen an die Nerven. Die Infektionszahlen steigen stetig, der nächste harte Lockdown droht und wie es an Weihnachten aussieht, weiß keiner. Auch der Lüner Künstler Horst Engel und seine Frau zittern, ob sie – wie sonst immer – Weihnachten in diesem Jahr mit ihren beiden Enkeln feiern dürfen. „Vielleicht müssen wir noch Schnelltests machen. Eigentlich essen wir an Weihnachten immer Raclette, aber da ist ja nicht viel mit Abstand“, überlegt Engel.

Weil es dann auch noch draußen grau ist und früh dunkel wird, sind Humor und Musik zwei wichtige Faktoren, damit die Laune nicht komplett in den Keller geht. Und so fiel Engel ein Liedtext ein, der die Corona-Krise mit einem Augenzwinkern betrachtet.

Bekannten Hit umgetextet

„Ich hörte den bekannten Hit ,Marmor, Stein und Eisen bricht` und da fiel mir die erste Zeile ein: Weine nicht, wenn Corona kommt“, erzählt der 70-Jährige. Eineinhalb Stunden tüftelte er am Text, bis er fertig war und ihn seiner Frau präsentierte. „Sie meinte, das müssen wir doch jetzt mal singen.“ Gesagt, gesungen.

Und weil Engel am Statt-Blog „Na und?“ mitarbeitet, ließ er einfach mal sein Handy mitlaufen. Im Hintergrund lief das Original-Lied, gesungen von Drafi Deutscher, und dann war es gar nicht so einfach, die richtige Stimmlage für den Refrain zu finden.“ Nach zehn Anläufen war das Ehepaar, das sich für den Song „The Silver Lemons“ nennt, einigermaßen zufrieden.

Dann schickte Engel die Aufnahme an den Künstlerkollegen Andreas Becker, mit dem er auf dem Statt-Blog zusammenarbeitet. „Andreas hat das Ganze musikalisch noch mal aufgehübscht.“ Der „Corona-Song“ mit Zeilen wie „Lockdown, Risikogebiet und dazu von Donald nen Tweet, Mund und Nase lass‘ ich zu,

Virus kommt zur Ruh“ soll ein bisschen Spaß an trüben Tagen bringen.

Viele Reaktionen im Netz

Und deshalb schickte Engel den Link an etwa 6500 Mailadressen, die er aufgrund seiner Bücher gesammelt hat. Natürlich mit entsprechendem Anschreiben. Im Blog fand das Lied von Donnerstagmittag (10.12.) bis Freitagmorgen (11.12.) schon 1100 Aufrufe.

Und es gab auch viele positive Rückmeldungen. Auch aus Österreich und der Schweiz. Eine Buchhandlung aus Graz mailte zurück, Engel habe damit ein bisschen Helligkeit ins Leben getragen. Und aus Winterthur kam die Resonanz: „Wir freuen uns, dass Sie auch in dieser schwierigen Zeit nicht Ihren Humor verlieren und das Beste daraus machen.“ Das Lied habe das Team der Buchhandlung zum Lachen gebracht.

Engel: „Ich glaube, dass Musik einfach schön ist und auch in schwierigen Situationen helfen kann und genau das gilt auch für den Humor.“

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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