Linken-Vorsitzender Thunig tritt zurück

Parteiausschlussverfahren

Einer möglichen Abwahl ist Frank Thunig, Vorsitzender des Stadtverbandes Die Linke, jetzt zuvorgekommen. Er kündigte seine Rücktritt an, mit ihm wollen auch Evelyn Carmignac-Burmeister (Vorsitzende) sowie Beisitzerin Ulrike Witwer und die Beisitzer Detlef Koch und Michael Todzi ihre Ämter niederlegen.

LÜNEN

von Magdalene Quiring-Lategahn

, 18.10.2011, 14:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tritt zurück: Der Stadtverbands-Vorsitzende der Linken in Lünen,  Frank Thunig.

Tritt zurück: Der Stadtverbands-Vorsitzende der Linken in Lünen, Frank Thunig.

Todzi sieht „ohne Thunig keine Perspektive für den Stadtverband“. Zurzeit sammeln Mitglieder der Linken Unterschriften, um eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu beantragen. Dort sollte die Abwahl Thunigs vom Amt des Stadtverbandsvorsitzenden auf der Tagesordnung stehen.

Einige sind mit dem Verhalten Thunigs nicht einverstanden, darunter auch Mustafa Kurt, geschäftsführender Vorstand. Als klar wurde, dass er die Abwahl unterstützt, und die Familie sechs von 50 Mitgliedern repräsentiert, sah sich Thunig zu Fall gebracht. Kritik an Thunig hatte sich auch an dem Umgang mit dem Schwerter Stadtverbandsvorsitzenden Heinz Schimpf entzündet. Ihm hatte Thunig vorgeworfen, auf einer Internetseite eine Liste von Mitgliedern und Sympathisanten nicht ausreichend gesichert zu haben. In einem nicht gerade freundlichen Schreiben sprach Thunig von Datenmissbrauch. Der Kreisvorstand kündigte die Einleitung eines Parteiausschlussverfahrens gegen Thunig an. Im November will der Stadtverband Die Linke in Lünen einen neuen Vorstand wählen.

Lesen Sie jetzt