Wendemanöver wie dieses nerven die Anwohner an der Bergstraße. Die Stadt Lünen will deshalb Gegenmaßnahmen ergreifen. © Weischenberg (A)
Schwerlastverkehr

Lkw-Ärger an der Bergstraße: Stadt Lünen kündigt Gegenmaßnahmen an

Die Anwohner der Bergstraße in Lünen ärgern sich über Verkehrslärm und Wendemanöver von Lkw aus dem angrenzenden Gewerbegebiet. Bei einem Ortstermin kündigte die Verwaltung Gegenmaßnahmen an.

Täglich, so schildern es die Anwohner, fahren Lkw von der Kupferstraße aus in die Bergstraße, wenden im Bereich der Einmündung Kleine Bergstraße oder Gahmener Kamp und beliefern dann Firmen, die auf der nördlichen Seite der Bergstraße liegen. Diese Wendemanöver verursachen nicht nur Verkehrsstau, sondern beschädigen die Bürgersteige und auch die angrenzenden Vorgärten, so der Vorwurf.

Ein weiteres Ärgernis der Anwohner: Lkw nutzen die Bergstraße auch als Umgehung für die Gahmener Straße in Richtung Süden. Dabei würden sie sich jedoch nicht an das vorgeschriebene Tempo 30 halten. Wenn nun die Brücke auf der Gahmener Straße neu gebaut wird, so die Befürchtung der Anwohner, könnte sich dieser Durchgangsverkehr noch einmal verstärken.

Keine Vollsperrung für den Schwerlastverkehr

Am Donnerstag (16. Juli) trafen sich die Anwohner deshalb mit Vertretern der Stadt und der angrenzenden Firmen zu einem Ortstermin. Dabei kündigte der Technische Beigeordnete Arnold Reeker Maßnahmen an, um die Situation zu verbessern.

Komplett für den Schwerlastverkehr sperren kann die Stadt die Bergstraße nicht. sie gehört bis zur Einmündung Kleine Bergstraße zu einem Gewerbemischgebiet, die dort angesiedelten Unternehmen haben ein Recht darauf, dass Lkw ihre Grundstücke erreichen können.

Allerdings erklärte Reeker, dass innerhalb von vier Wochen eine Beschilderung am Kreisverkehr Kupferstraße/Bergstraße angebracht werden soll, die ein Durchfahrtsverbot für Lkw mit Ausnahme des Anliegerverkehrs signalisiert. Somit wäre zumindest der reine Durchgangsverkehr eliminiert.

Zudem sollen „Tempo 30“-Piktogramme und eine „Straßeneinschnürung“, also eine optische Verengung, die Fahrgeschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer auf der Bergstraße beeinflussen. Ab der Hausnummmmer 56 bringt die Verwaltung in südlicher Richtung Bodenschwellen an, an den Einmündungen Kleine Bergstraße, Gahmener Kamp und Buchenberg werden künftig weiße Balken auf die geltende Vorfahrtsregelung hinweisen.

Lieferverkehr komplett auf dem Betriebsgelände

Melanie Adam von der gleichnamigen Firma kündigte zudem an, dass der Lieferverkehr bis 2021 komplett auf dem Betriebsgelände abgewickelt werden soll. Das nährt die Hoffnung der Anwohner, dass die Wendemanöver auf der Bergstraße zumindest abnehmen. Der Vertreter der ebenfalls betroffenen Firma Hoffmann äußerte sich dazu nicht.

Die Verwaltung nahm ferner die Anregung auf, den Verkehr durch weitere zusätzliche Parkbuchten zu entschleunigen. Für die Anwohner wies Christoph Weischenberg noch einmal darauf hin, dass man die Maßnahmen als „ersten Schritt zur Erzielung einer effektiven Verkehrssicherheit und Verkehrsberuhigung in der Bergstraße“ ansehe und den Dialog weiterführen will.

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Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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