Lkw-Verbot in Brambauer: Stadt äußert sich zur Forderung der Anwohner

mlzAchenbachstraße

Die Anwohner der Achenbachstraße in Brambauer kämpfen für ein Durchfahrtsverbot für Lkw. Nun wird darüber in einem Ausschuss diskutiert. Die Stadtverwaltung hat eine klare Meinung.

Brambauer

, 14.06.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kommt ein Lkw-Fahrverbot in der Achenbachstraße in Brambauer? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung am Mittwoch (17. Juni). Die Stadtverwaltung äußerte sich bereits vorab dazu.

Stadt und Kreis lehnen Durchfahrtsverbot ab

Die Bürgerinitiative Achenbachstraße fordert in ihrem Bürgerantrag für ihre Straße ein Lkw-Fahrverbot und „geschwindigkeitssenkende Baumaßnahmen“, wie Betoninseln oder Blumenkübel.

Noch bevor darüber im Ausschuss diskutiert wird, veröffentlichte die Abteilung „Mobilität und Verkehrslenkung“ der Stadt eine Stellungnahme. Darin empfiehlt die Verwaltung ein Lkw-Durchfahrtsverbot abzulehnen, da es sich bei der Achenbachstraße um eine Kreisstraße handele, die den Verkehr zwischen Brambauer und Waltrop sicherstellt.

Die Bezirksregierung Arnsberg sehe zudem keine Notwendigkeit eines Lkw-Verbotes, da „es sich um eine Hauptgeschäftsstraße handelt, welche aus Sicht der Straßenverkehrsordnung keine besondere Schutzbedürftigkeit vor Lärm besitzen“.

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Eine Anfang April von der Stadt durchgeführte Verkehrszählung ergab, dass der Lkw-Verkehr in der Achenbachstraße nicht höher ist, als in anderen Straßen. Die Stadtverwaltung räumt aber ein, dass die Messung „aufgrund der Auswirkungen durch die Corona-Krise nicht den sonst üblichen Verkehren entspricht“.

Autos und Lkws fahren zu schnell

„Die durchschnittlich gefahrene Geschwindigkeit fällt dagegen negativ auf“, heißt es von der Verwaltung, „da sie mit 42 km/h deutlich über den bislang erlaubten 30 km/h liegt.“

Die bisher eingerichtete Tempo-30-Zone hielt der Prüfung von Stadt, Kreis Unna und Bezirksregierung Arnsberg dennoch nicht stand, da auf Kreisstraßen generell Tempo 50 vorgesehen sei.

Die Stadt Lünen sei mittlerweile aufgefordert worden, die 30er-Zone zu entfernen. Man wolle allerdings erst die Entscheidung des Ausschusses abwarten.

„Seitens der Bezirksregierung wird vorgeschlagen, nach Entfernung der Tempo-30-Zone eine weitere Verkehrszählung durchzuführen“, heißt es in der fünfseitigen Stellungnahme der Stadt.

Die Stadtverwaltung empfiehlt eine Prüfung, ob zumindest abschnittsweise Tempo 30 in der Achenbachstraße angeordnet werden kann.

Bürgerinitiative will an Sitzung teilnehmen

Sollte sich der Ausschuss nicht der Empfehlung der Stadt anschließen, werden in der Stellungnahme verschiedene Umleitungsstrecken, teilweise über Dortmunder Stadtgebiet, empfohlen. Allerdings warnt die Stadtverwaltung davor, dass mit Widerständen der betroffenen Behörden zu rechnen sei.

Die Vertreter des Ausschusses stehen am 17. Juni jedenfalls unter besonderer Beobachtung bei ihrer Entscheidung: Die Bürgerinitiative kündigte an, an der öffentlichen Sitzung als Zuschauer teilzunehmen.

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