Lükaz: Sanierung läuft planmäßig, aber Fragezeichen wegen Corona

mlzArbeiten im Zeitplan

Im Dezember 2018 brannte es im Lükaz. Die Sanierungsarbeiten zogen sich länger hin als anfangs gedacht. Nun ist alles im Zeitplan. Doch jetzt könnte es Probleme wegen des Coronavirus geben.

Lünen

, 06.04.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das war ein echter Schreckensmoment Ende 2018 - im Lükaz brannte es und der Schaden war, so stellte es sich im Laufe der Zeit heraus, weit größer als zunächst befürchtet.

Anfangs hoffte man noch auf eine Wiedereröffnung im Sommer 2019 aber dann stellten sich die Sanierungsarbeiten im Lüner Kultur- und Aktionszentrum (Lükaz) an der Kurt-Schumacher-Straße doch als weit aufwändiger und schwieriger heraus als gehofft.

Zurzeit sieht es wegen der laufenden Arbeiten recht chaotisch im ganzen Haus aus.

Zurzeit sieht es wegen der laufenden Arbeiten recht chaotisch im ganzen Haus aus. © Goldstein

Nach dem Brand Ende Dezember 2018 mussten die Musikschule und alle Aktivitäten des Lükaz sowie Kurse der Volkshochschule (VHS) in Ausweichquartiere innerhalb Lünens verlagert werden. Betroffen waren auch freie Theatergruppen mit Jugendlichen. Sie fanden vorübergehend ein neues Zuhause beispielsweise in innerstädtischen Gemeinderäumen. Das ist bis heute so. Beziehungsweise war bis zur Kontaktsperre wegen des Coronavirus so, die natürlich auch alle Aktivitäten betraf, die früher im Lükaz stattfanden und nun an anderen Orten durchgeführt wurden.

Jetzt lesen

Aber nun soll das Lükaz, wie zuletzt geplant, Ende April fertig saniert sein. „Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan“, so Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage unserer Redaktion. Man gehe davon aus, dass alles wie angekündigt zum 30. April fertig wird. „Ob es wegen der Corona-Situation im April auf den letzten Metern aber noch zu Problemen kommt, können wir natürlich nicht absehen“, so Spangardt.

Rück-Umzug ins Lükaz für einige Bereiche

Im Prinzip wären die Räumlichkeiten des Lükaz also ab dem 1. Mai wieder nutzbar. Derzeit stehe aber, so der Stadtsprecher, alles unter Vorbehalt der Restriktionen wegen des Corona-Virus. Für einige Bereiche steht nach der Fertigstellung des Gebäudes ein Rück-Umzug ins Lükaz an.

So sieht es momentan im großen Saal des Lükaz aus.

So sieht es momentan im großen Saal des Lükaz aus. © Goldstein

Und der wäre sicher unter „normalen Bedingungen“ weniger aufwändig als das in der derzeitigen Situation der Fall ist.

Die Musikschule war im hinteren Bereich des Lükaz untergebracht, hatte dort Proben- und Unterrichtsräume. Im vorderen Teil fanden Veranstaltungen und Kurse des Lükaz statt. Auch die VHS nutzte einige Räume für Kurse, beispielsweise für Tanzkurse.

Die Kosten für die Sanierung sind im zuletzt von der Stadt in Ausschüssen genannten Rahmen geblieben. Die gebäudetechnischen Brandschäden belaufen sich auf etwa 750.000 Euro. Spangardt: „Nach aktuellem Stand werden rund 70 Prozent der Kosten von einer Versicherung abgedeckt.“

Allerdings seien die Gespräche mit dieser Versicherung derzeit noch nicht abgeschlossen. Die Klärung der Zahlung laufe aber parallel zu den Baumaßnahmen. Deshalb würden durch die Verhandlungen mit der Versicherung keine Verzögerungen auftreten, so der Stadtsprecher.

Nach den Elektrikern werden die Trockenbauer wieder ins Lükaz kommen und alles verschließen.

Nach den Elektrikern werden die Trockenbauer wieder ins Lükaz kommen und alles verschließen. © Goldstein

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt

Die erste Hoffnung nach dem Feuer im Lüner Lükaz, das Haus im Sommer, also in diesen Tagen wieder öffnen zu können, trog. Es dauert nochmal so lang. Aber es gibt auch eine gute Nachricht. Von Britta Linnhoff

Lesen Sie jetzt