Lünen bekommt mehr Schilder - gleiches Tempolimit

Tempo-30-Zonen

Das Straßenbild in Lünen soll bald um einige Schilder reicher werden. Anstelle von Tempo-30-Zonen müssen dann alle Straßen einzeln mit Tempo-30-Beschränkungen beschildert werden. „Eine Petitesse“, nennt das ein Sprecher der Bezirksregierung. Friedhelm Wittlieb von der Verkehrslenkung und -überwachung sieht das anders.

LÜNEN

, 20.04.2016, 05:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viele Schilder statt größere Zonen: Lünen soll neue Tempo-30-Schilder bekommen.

Viele Schilder statt größere Zonen: Lünen soll neue Tempo-30-Schilder bekommen.

„Auf der einen Seite sollen wir Schilder abbauen, auf der anderen Seite müssen wir uns an die Gesetze halten“, sagt Friedhelm Wittlieb. Einige Straßen müssen deshalb gleich aus zweierlei Gründen neu beschildert werden. Zum einen hätte ein Gremium der Verkehrsingenieure aller Bezirksregierungen des Landes festgelegt, dass Schutzstreifen für Radfahrer in Tempo-30-Zonen nicht erlaubt seien. „Das Ziel insgesamt ist ja aber, den Radfahrer auf die Straße zu bringen“, erklärt der Leiter der Abteilung Verkehrslenkung und -überwachung.

„Keine Wohnstraße“

Solche Streifen am rechten Fahrbahnrand sind lediglich mit Markierungen vom restlichen Verkehr getrennt und dürfen bei Bedarf überfahren werden. Andere Tempo-30-Zonen sind laut Wittlieb „keine Wohnstraßen im engeren Sinne“, sondern stattdessen zum Beispiel Verbindungsstraßen. Auch solche Straßen dürften eigentlich nicht als 30er-Zone ausgezeichnet werden.

Konkret betroffen sind davon die Dortmunder Straße, Bahnstraße, Alsenstraße und Ernst-Becker-Straße. Weil diese Straßen mitten in den Zonen liegen, müssen nicht nur die vier Straßen selbst, sondern auch die umliegenden neue Schilder bekommen. Die Zone fällt dort weg, trotzdem bleiben maximal 30 Stundenkilometer erlaubt – mit Schildern an jeder Straße.

"Klare Anweisung"

Eine konkrete Anweisung der Bezirksregierung an Lünen habe es bisher nicht gegeben, erklärt deren Sprecher Christoph Söbbeler. Das bestätigt Wittlieb, gleichwohl habe es aber diese allgemeinen Bewertungen gegeben. „Das war eine klare Anweisung“, sagt er. Deswegen liefen auch schon Planungen. „Wir überprüfen das jetzt und ordnen dann die Änderungen an“, sagt Wittlieb.

Geplant sei, die Änderungen über das Projekt „Rad+“ durchzuführen, mit dem der Radverkehr in der Stadt gestärkt werden soll. Das Programm läuft laut Wittlieb bis 2018. Wie viel die neuen Schilder am Ende kosten werden, könne er momentan noch nicht sagen.

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