„Lünen ist sicher“: Polizei zählt im langjährigen Vergleich deutlich weniger Straftaten

mlzKriminalitätsstatistik 2019

Im vergangenen Jahr zählte die Polizei 5493 Straftaten in der Lippestadt. Das geht aus der Kriminalstatistik 2019 hervor, die Polizeipräsident Gregor Lange in Lünen vorgestellt hat.

Lünen

, 02.03.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zahl der Straftaten auf Lüner Stadtgebiet ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen: Wie Polizeipräsident Gregor Lange am Montag (2.3.) bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2019 auf der Polizeiwache in Lünen sagte, habe die Polizei im Jahr 2019 in der Lippestadt 5493 Straftaten gezählt. Das seien 1515 Straftaten weniger als 2010 (7008) und 2207 weniger als im Jahr 2013 (7707) gewesen.

„Zahlen passen nicht jedem“

Die objektiven Zahlen, sagte der Polizeipräsident weiter, passten jedoch nicht jedem ins Bild: „Die aktuellen Zahlen und der langfristige Vergleich zeigen eindeutig, dass Rechtspopulisten und -extremisten mit ihren Verschwörungstheorien vor allem in sozialen Netwerken über eine angeblich immer schlimmer werdende Sicherheitslage bewusst die Fakten ignorieren.“

Die Zahlen der Polizei würden den Bürgern jedoch genug Material an die Hand geben, so Gregor Lange, um das Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken. Die Bürger könnten sich mit der Kriminalitätsstatistik ein eigenes Bild machen und in Diskussionen über die Sicherheit widersprechen.

„Lünen ist eine sichere Stadt“

Polizeipräsident Gregor Lange: „Es ist schlichtweg falsch zu behaupten, dass alles immer schlimmer wird. Lünen ist eine sichere Stadt. Und wir arbeiten mit allen Kräften daran, dass sich die positive Entwicklung fortsetzt.“

Von symbolischer Bedeutung auch für andere Kriminalitätsbereiche sei erneut der Rückgang der Fallzahlen beim Wohnungseinbruch, sagte Walter Kemper, Leitender Kriminaldirektor. Wie der Chef der Kriminalpolizei sagte, seien die Einbruchszahlen in den verganenen sieben Jahren um 88 Prozent gesunken - von 902 Einbürchen in 2012 auf 104 im Jahr 2019.

„Gerade beim Wohungseinbruch haben wir durch den Einsatz von sehr effizient arbeitenden Ermittlungskommissionen herausragende Erfolge erzielt, erklärte der Kripo-Chef:

„Intensive Beratungsgespräche mit Hauseigentümern und Mietern haben obendrein dazu geführt, dass die Bürger ihr Eigentum besser schützen und die Täter immer öfter beim Einbruchsversuch scheitern.“

Weniger Straßenraub, mehr Sexualstraftaten

Signifikant sei auch der Rückgang der Fallzahlen beim Straßenraub in Lünen, nach Polizeiangaben ein für das Sicherheitsgefühl der Menschen wichtiger Deliktsbereich. „Mit 19 Fällen im Jahr 2019 erreichen wir in Lünen ein Zehn-Jahres-Tief. Das zeigt deutlich, dass wir in Lünen auf einem guten Weg sind“, sagte Walter Kemper.

Im Gegensatz zu den Einbruchs- und Straßenraubzahlen ist die Zahl der Sexualstraftaten in der Vergangenheit gestiegen. Dies ist Angaben der Polizei zufolge auf eine Gesetzesänderung im Jahr 2016 zurückzuführen. Seitdem ist die sexuelle Belästigung ins Strafgesetzbuch aufgenommen worden. Laut Statistik ist die Fallzahl von 42 (2016) auf 79 (2019) gestiegen.

„Hinter dem Anstieg der Fallzahlen steht der Wille der Betroffenen, Sexualstraftaten nicht hinzunehmen, sondern die Täter anzuzeigen. Wir ermutigen die Frauen dazu“, erklärten Polizeipräsident Lange und Kripo-Chef Kemper unisono.

Ordnungspartnerschaft mit Stadt ist wichtig

Ein wichtiges Plus für die Sicherheit in Lünen ist aus Sicht des Polizeipräsidenten auch die im Mai 2018 gestartete Ordnungspartnerschaft mit der Stadt Lünen. Der gemeinsame Streifendienst habe bei Kontrollen bereits mehrfach zu Festnahmen geführt: „So zu arbeiten ergibt einen Sinn, denn eine Behörde allein kann solche Erfolge nicht erzielen“, sagte Gregor Lange.

„Wir blicken hier auf eine gute Kooperation der Stadt Lünen und der Polizei, weil sie in vielen Lebensbereichen der Bürger für Sicherheit und Vertrauen sorgt. Das machen wir weiter so.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt