Lünen macht bei Klimakampagne mit: Mehr Strom vom eigenen Dach

„Klimaschutz mit Bravour“

Lünen beteiligt sich an der Klimakampagne der Bezirksregierung Arnsberg. Der Focus liegt zunächst auf Solarstrom vom eigenen Dach. Lünen profitiert dabei von Unterstützung und Wissenstranfser.

Lünen

24.04.2021, 13:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei der Kampagne liegt der Focus zunächst auf Strom vom eigenen Dach.

Bei der Kampagne liegt der Focus zunächst auf Strom vom eigenen Dach. © picture alliance/dpa

Die Stadt Lünen ist Teil einer Kampagne der Bezirksregierung Arnsberg (BRA), die sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Gewerbe- und Industriebetriebe zu mehr Aktivität im Klimaschutz bewegen soll. Der Startschuss für die Aktion unter dem Namen „Klimaschutz mit Bravour“ (BRA) fiel am Donnerstag (22. April) in einer digitalen Auftaktveranstaltung.

Wie die Pressestelle der Stadt Lünen mitteilt, ist Kern der Klimakampagne die Unterstützung der teilnehmenden Kommunen durch die Bezirksregierung. Konkret bedeutet das unter anderem, dass die BRA den Teilnehmerinnen gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW fachliche Beratung anbietet und verschiedene Medien wie Flyer und Broschüren oder einen Internetauftritt zur Verfügung stellt. Die Kampagne läuft über das ganze Jahr 2021. „Der Fokus liegt hierbei zunächst auf Photovoltaik – Strom vom eigenen Dach“, erklärt Lünens Klimaschutzmanagerin Sandra Osowski. Dieser Schwerpunkt, so die Bezirksregierung, sei aufgrund der hohen gesellschaftlichen Akzeptanz von Dachflächen gewählt worden.

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Zentrale Unterstützung

Hintergrund der Kampagne ist: Die Bezirksregierung hat als ein Hemmnis beim Fortschritt des Klimaschutzes ausgemacht, dass es den Kommunen vor Ort häufig an Ressourcen fehlt, um über Erneuerbare-Energien-Technologien zu informieren. Dazu kommt, dass in vielen Kommunen ähnliche Arbeiten erledigt werden, die auch von einer zentralen Stelle oder von einer Partnerinnenorganisation der Kampagne ausgeführt werden könnten.

An dieser Stelle soll die Klimakampagne der Bezirksregierung Arnsberg ansetzen. Weil die Kommunen zentral auf die von der Bezirksregierung bereitgestellten Materialien zurückgreifen können, muss das Rad nicht in jedem Rathaus neu erfunden werden. Zusätzlich profitieren die Kommunen vom Wissenstransfer innerhalb des Netzwerkes der Klimakampagne. So koordiniert die BRA mit der EnergieAgentur.NRW als Partnerin unter anderem fortlaufend Workshops und Beratungen, in denen den Kommunen Wissen rund um Klimapsychologie und -kommunikation vermittelt wird.

Klimaschutz als Jobmotor

Letztlich soll die Klimakampagne der Bezirksregierung nicht nur dem Klimaschutz zugutekommen. In Arnsberg setzt man auch darauf, dass der Ausbau von Dachflächenphotovoltaik ein Jobmotor ist. Der Bundesverband Solarwirtschaft geht nach Angaben der Bezirksregierung davon aus, dass das Erreichen der Klimaschutzziele im Bereich Solarstrom zu einer Verdreifachung der Beschäftigten in der Branche führen wird.

Neben Lünen sind 69 weitere Städte sowie zwei Kreise des Regierungsbezirks Teil der Klimakampagne. Lünens Technischer Beigeordneter Arnold Reeker erklärt: „Dass wir als Stadt Lünen bei der Klimakampagne dabei sind, zeigt erneut, dass wir als Stadtverwaltung aktiv für den Klimaschutz eintreten“. Adrian Mork, Leiter der Stabsstelle Klimaschutz, Energie und Nachhaltigkeit bei der Bezirksregierung in Arnsberg ergänzt: „Wir freuen uns über die Teilnahme der Stadt Lünen. 70 Kommunen insgesamt bedeutet, dass wir mit der Klimaschutzkampagne 3,2 Millionen Menschen im Regierungsbezirk erreichen können.“ Die Hoffnung ist, dass sich immer mehr Lünerinnen und Lüner für Photovoltaik auf dem Dach entscheiden und damit ein Statement für mehr Klimaschutz vor der Haustür abgeben.

Informationen im Internet

Informationen zu der Kampagne stellt die Bezirksregierung Arnsberg im Internet bereit, unter www.bra.nrw.de/klimaschutz-mit-bravour.

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