Eigene Allgemeinverfügung

Lünen verlängert Maskenpflicht, aber sie entfällt auch in einigen Straßen

Lünen hat die Maskenpflicht in der Innenstadt und in Brambauer verlängert. Dazu hat die Stadt eine eigene Allgemeinverfügung erlassen. In einigen Straßen entfällt jedoch die Maskenpflicht.
In der Lüner Fußgängerzone muss weiterhin eine Maske getragen werden, in einigen anderen Straßen hingegen nicht mehr. © Nora Varga

Ausgelaufen war die Allgemeinverfügung des Kreises Unna, mit der eine Maskenpflicht in Lünen angeordnet worden war. Die Stadt hat darauf reagiert und mit einer eigenen Allgemeinverfügung die Maskenpflicht in der Lüner Innenstadt und in Brambauer verlängert. Die Verfügung gilt ab sofort.

Wie Pressesprecher Benedikt Spangardt mitteilt, entfällt allerdings in einigen Bereichen die Maskenpflicht. Dazu zählt die Jägerstraße in Lünen-Süd, die Münsterstraße nördlich des Bahnhofs und der Umkreis des Marktplatzes in Brambauer. Das vereinfache die Einhaltung der Regelungen sowie die Kontrolle, heißt es seitens der Stadt. Wer sich trotz bestehender Maskenpflicht auch nach Aufforderung weigert, eine Maske zu tragen, muss mit einem Bußgeld von mindestens 50 Euro rechnen.

Erfahrungen ausgewertet

Hintergrund ist eine Prüfung der Stadt. Sie habe die bisherigen Erfahrungen mit der Maskenpflicht im öffentlichen Raum ausgewertet und geprüft, in welchen Bereichen sie verhältnismäßig sei. Die in der Coronaschutzverordnung festgeschriebene Bedingung sei nach der Bewertung der Stadtverwaltung in Lünen in Teilen der Innenstadt sowie in Brambauer auf der Waltroper Straße erfüllt. Berücksichtigt worden sei auch, dass wegen des „Lockdown light“ an manchen Stellen die Passanten-Frequenz geringer geworden sei.

Die Maskenpflicht gilt daher jetzt in der Innenstadt auf der Lange Straße, auf Teilen der Markt-, Bäcker- und Stadttorstraße sowie auf den südlichen Abschnitten der Cappenberger Straße und der Münsterstraße. Miteinbezogen sind außerdem der Bahnhofsvorplatz und der ZOB. In Brambauer gilt die Maskenpflicht auf der Waltroper Straße zwischen Heinrichstraße und Königsheide.


Maskenpflicht von 8 bis 19 Uhr

In den anderen vormaligen Geltungsbereichen entfällt die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung, so unter anderem auf der Jägerstraße in Lünen-Süd und auf der Münsterstraße nördlich des Bahnhofs. Die zeitliche Beschränkung der Maskenpflicht auf den Zeitraum zwischen 8 und 19 Uhr bleibt bestehen. Die Beschilderung der betroffenen Bereiche wird nach und nach angepasst. Die Maskenpflicht auf Wochenmärkten ist von der Allgemeinverfügung der Stadt Lünen nicht betroffen, sie ist in der Coronaschutzverordnung des Landes festgeschrieben.

Bei der Benennung der Geltungsbereiche habe sich die Verwaltung sehr eng an Paragraph 3 der Coronaschutzverordnung NRW gehalten. In der Fassung vom 30. Oktober hatte das Land die Voraussetzungen für die Maskenpflicht enger gefasst als zuvor. Eine Maskenpflicht soll angeordnet werden, wenn „gemessen an der verfügbaren Fläche mit dem Zusammentreffen einer so großen Anzahl von Menschen zu rechnen ist, dass Mindestabstände nicht sichergestellt werden können.“

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