Für seine beiden Kinder zahlte der Mann aus Lünen keinen Unterhalt. Symbolbild. © picture alliance / Daniel Bockwo
Prozess

Lüner (28) begründet vergessene Unterhaltszahlungen mit Schludrigkeit

Selbst ein Prozess wegen Verletzung der Unterhaltspflicht, brachte einen Lüner (28)nicht dazu, den Unterhalt für seine Kinder zu zahlen. Nun muss er zahlen, sonst wird es teuer.

Immer wieder versäumte es ein Lüner (28), den Unterhalt für seine Kinder zu zahlen, obwohl er genug Geld besaß. Im Strafprozess vor dem Amtsgericht gelobte er nun Besserung. Alles andere würde ihn allerdings auch teuer zu stehen kommen.

Jeweils 214 Euro hätte der 28-Jährige monatlich für Tochter und Sohn zahlen müssen. Die Mutter der Kinder wartete regelmäßig vergeblich darauf. Mehrere tausend Euro liefen auf. Den Lüner konnte das offenbar nicht irritieren. Selbst ein Prozess wegen Verletzung der Unterhaltspflicht im Herbst 2019 bewirkte nichts. Damals wurde das Verfahren vorläufig eingestellt. Auflage: Er sollte endlich zahlen. Doch das tat er nicht.

„Chaotisch, schluderig“

Nun saß der 28-Jährige also erneut auf der Anklagebank und versuchte, die strafbaren Versäumnisse zu begründen. Solche Dinge würden ihn einfach überfordern. Dabei wisse er ja, dass die Kinder das Geld bräuchten. Sein Verteidiger brachte es auf den Punkt: „Chaotisch, schluderig.“ Auch gab der Anwalt an, dass die alten Unterhaltsforderungen nunmehr gepfändet würden. Der Lüner selbst versprach, alles in Ordnung zu bringen.

Der Fall endete mit einer Verwarnung. Auch behielt sich das Gericht eine Verurteilung zu 1600 Euro Geldstrafe für zwei Jahre vor, setzte sie also zur Bewährung aus. Sollte er nichts ändern, muss er den Betrag auch noch zahlen.

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