Im AWO-Seniorenzentrum „Minister Achenbach“ sollen, so der Plan, der ersten Impfungen in Lünen stattfinden. © Blandowski
Coronavirus

Lüner Altenheime bereiten sich auf erste Impfungen vor

Ab dem 28.12. soll in den ersten Altenheimen geimpft werden, unter anderem in der Einrichtung Minister Achenbach. Die Heime bereiten sich vor, müssen aber auch die Weihnachtstage bewältigen.

Eine der ersten Einrichtungen im Kreis Unna, in denen ab dem 28. Dezember geimpft werden soll, ist das Seniorenzentrum Minister Achenbach in Brambauer. „Wir hoffen, dass sich mit dem Impfbeginn nun endlich ein Lichtstreifen am Horizont zeigt“, sagt die stellvertretende Geschäftsführerin der AWO-Einrichtung, Elke Hammer-Kunze, am Dienstag (22.12.).

Auf alle technischen und organisatorischen Aufgaben sei man gut vorbereitet. Die gekühlte Lagerung des Impfstoffes bei maximal 8 Grad sei sichergestellt. Genau wie geeignete Impfräume, die auf möglichst kurzen Wegen zu erreichen seien.

„Wie schnell jetzt in unseren Seniorenzentren geimpft wird und ob wir zu den allerersten Einrichtungen in der Gebietskörperschaft gehören, ist für uns nicht von so großer Bedeutung“, so Elke Hammer-Kunze weiter. Man vertraue darauf, dass die Bundesregierung nun schnell ausreichend Impfstoff beschaffen werde und dieser bei allen zügig zum Einsatz komme. „Wir finden richtig, dass es keine Impfpflicht geben wird, werben aber ganz aktiv für die Impfung in allen Seniorenzentren.“

Am wichtigsten sei es der AWO, eine möglichst hohe Impfquote bei den Bewohnern zu erreichen. Deshalb seien Briefe an alle Beschäftigten und Bewohner verschickt worden, um auf die Vorteile hinzuweisen. Einen genauen Zeitpunkt für den Impfstart nennt die Einrichtung, auch auf Bitten der zuständigen Behörden, nicht öffentlich. So solle ein möglichst reibungsloser Ablauf gewährleistet werden.

Ein sehr ähnliches Vorgehen zeichnet sich auch in weiteren Senioreneinrichtungen in Lünen, etwa von der Caritas, ab. Sprecher Thomas Middendorf erklärte am Dienstag, dass auch hier noch keine konkreten Termine bekannt seien.

Die Reihenfolge in der in Senioreneinrichtungen geimpft wird, legt der Kreis Unna fest. Aus Sicherheitsgründen werde man dazu aber nichts sagen, hieß es am Montag von Kreissprecher Volker Meier. Geimpft werden darf nur in Einrichtungen ohne aktive Coronafälle, um Risiken zu vermeiden.

Stressige Weihnachtstage stehen bevor

Eine Abfrage vom Kreis, wie viele Personen für eine Impfung in Frage kämen, hat auch das evangelische Altenzentrum an der Bebelstraße erhalten, wie Pflegedienstleitung Dana Sonnenschein am Montag sagt. Derweil müssen alle Altenheime auch die Testverordnungen für Besuche in den kommenden Weihnachtstagen umsetzen. „Das ist schon ziemlich viel“, so die Pflegedienstleiterin.

Unter anderem Jens Fritsch, Fachbereichsleiter der Diakonie-Ruhr-Gruppe, zu der auch das Heim an der Bebelstraße gehört, hatte die Besuchsgarantie für Pflegeheime von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in einem offenen Brief als „fahrlässig und verantwortungslos“ kritisiert.

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Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
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Matthias Stachelhaus

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