Ein Mann aus Lünen musste sich vor Gericht verantworten. Eigentlich. Er erschien aber nicht zur Verhandlung.
Prozess

Lüner fuhr betrunken, ohne Führerschein und mit Amphetamin auf dem Beifahrersitz

Mehr ging fast nicht: Die Polizei hat einen Lüner gestellt, der betrunken hinter dem Steuer saß, viel zu schnell unterwegs war und Drogen dabei hatte. Einen Führerschein allerdings nicht.

Mit Vollgas und verbotenem Proviant, alkoholisiert und ohne Fahrerlaubnis raste ein Lüner offenbar in eine Radarfalle. Das sollte nun ein Nachspiel vor Gericht haben. Dort fehlte allerdings jede Spur von dem Mann mit bewegter Vergangenheit.

Mehr wäre wohl kaum möglich gewesen: Am Abend des 24. November, so zumindest der Vorwurf gegen den 44-jährigen Lüner, war der mit einem Fahrzeug auf der Borker Straße unterwegs – und zwar so schnell, dass er auffiel. Polizeibeamte stoppten ihn und entdeckten, so die Anklage, ein Päckchen mit 1,14 Gramm Amphetamin auf dem Beifahrersitz. Auch fehlte dem Mann hinter dem Steuer der Führerschein und zu allem Überfluss wurde festgestellt, dass er über 1,2 Promille im Blut hatte. Und das alles unter laufender Bewährung.

Wegen Drogenbesitzes und Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie unter Alkoholeinfluss sollte er sich nun vor dem Amtsgericht verantworten. Er erschien nicht zu seinem Termin und drei Zeugen mussten daraufhin ungehört entlassen werden. Der Bewährungshelfer kündigte an, er versuche, den Lüner, der derzeit offenbar keinen festen Wohnsitz hat, über Handy zu erreichen oder anderweitig aufzufinden. Das Verfahren wurde unter den Umständen ausgesetzt. Zum nächsten Termin behält sich das Gericht eine polizeiliche Vorführung vor.

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