Lüner Gerüstbauer betrügt Jobcenter: 3000 Euro Strafe

mlzAmtsgericht

3000 Euro Strafe wegen Betrugs. Eine Richterin des Amtsgerichts Lünen verurteilte einen Gerüstbauer. Der 31-Jährige hatte vier Monate trotz einer Arbeitsstelle vom Jobcenter Geld kassiert.

von Jana Peuckert

Lünen

, 29.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein 31-jähriger Gerüstbauer hat vom 1. August bis zum 30. November 2017 trotz einer Arbeitsstelle vom Jobcenter Unterstützung in Höhe von 2730,62 Euro kassiert, weil er dem Amt seinen Job verschwiegen hatte. „Das war auf jeden Fall nicht mit Absicht. Das war eine schwere Zeit für mich“, erklärte der Lüner im Gericht.

Er habe Ärger im Job und ständig Stress mit seiner damaligen hochschwangeren Freundin gehabt. Da habe er aus den Augen verloren, sich beim Jobcenter zu melden. Die Zahlung sei ihm auch nicht aufgefallen, weil er nie auf sein Konto geschaut, sondern nur Geld ausgegeben habe. Schwer zu Lasten des Angeklagten fielen seine 13 Vorstrafen.

Unter anderem war er wegen Diebstahls, Körperverletzung, Betrugs, Sachbeschädigung, Erschleichens von Leistungen und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte auffällig geworden, hat bislang mehr als zwei Jahre im Gefängnis verbracht. Zur Tatzeit stand er unter laufender Bewährung. Die Richterin hätte bei den Voraussetzungen eine weitere Haftstrafe verhängen können.

Da die Taten aber lange her seien und seitdem nichts mehr vorgefallen war, entschied sie sich für eine hohe Geldstrafe. Neben den 3000 Euro muss der Angeklagte auch das zu Unrecht erhaltene Geld aufbringen. Zu der langen Zeit zwischen Tat und Prozess kam es, weil der 31-Jährige zwischenzeitlich nicht auffindbar war.

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