Eine Produktionshalle und ein Büro- und Ausstellungsgebäude will der Spiegel-Spezialist Ares an der Brunnenstraße bauen. Das 10 bis 12 Millionen Euro teure Bauvorhaben soll 2022 fertig sein. © Kinay Architekten
Gewerbegebiet In den Telgen

Lüner Spiegel-Spezialist Ares baut auf glänzende Zukunft an Brunnenstraße

Kaum war die Tinte unter dem Vertrag getrocknet, wurde beim Spiegelhersteller Ares gefeiert. Ein Grundstückskauf an der Brunnenstraße öffnet der Lüner Firma das Tor zu einer glänzenden Zukunft.

Eine rasante Entwicklung hat der Lüner Bad- und Spiegel-Spezialist Ares bisher hingelegt, und so soll es weitergehen. Das Unternehmen mit Sitz im Gewerbe- und Industriegebiet Achenbach I/II hat am Donnerstag (25.2.) ein rund 22.000 Quadratmeter großes Grundstück an der Brunnenstraße im Gewerbegebiet In den Telgen gekauft. Dort will Firmenchef Erkan Doganay 10 bis 12 Millionen Euro in eine neue Produktionshalle und in einen Handwerkerhof investieren.

„Jetzt wird mit der Belegschaft gefeiert“, kündigte Doganay nach der Beurkundung an, die Mitarbeiter hätten an dem Erfolg mitgewirkt, manche von ihnen von Anfang an.

Als der Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) Erkan Doganay 2013 seine Glas- und Spiegelwelt in Selm eröffnete, war er Existenzgründer. Vier Jahre später baute er seine erste Betriebsstätte an der Wilfried-Dieckmann-Straße in Lünen-Brambauer. Anfangs arbeiteten dort 15 Mitarbeiter, inzwischen sind es 100. Wenn seine Pläne auf dem neuen Grundstück verwirklicht sind, sollen es 120 sein.

Zurzeit steht auf dem Grundstück an der Brunnenstraße noch ein Wohnhaus, daneben befand sich einmal eine Gaststätte mit Biergarten, das Haus Breddemann.
Zurzeit steht auf dem Grundstück an der Brunnenstraße noch ein Wohnhaus, daneben befand sich einmal eine Gaststätte mit Biergarten, das Haus Breddemann. © Goldstein © Goldstein

Schwebende Verbindung

Entstehen soll dort laut Wirtschaftsförderer Peter Gatzka ein Eingangsbereich für den Wirtschaftsstandort Lippholthausen: Ein rund 1800 Quadratmeter großes Büro- und Ausstellungsgebäude, das ein schwebendes Bauwerk über einen Graben mit einer 5000 Quadratmeter großen Produktionshalle verbindet. Die Pläne stammen von dem Architekturbüro Kinay aus Dortmund. Zusätzlich entsteht dort etwas Neues in Lünen: Auf dem südlichen Teil baut Doganay einen Handwerkerhof mit zehn Hallen je 300 Quadratmetern mit eigenem Tor und Sanitäranlagen. Hier können sich Handwerker einmieten.

Umsatz jedes Jahr gesteigert

Die Firma Ares fertigt individuelle, qualitativ hochwertige Spiegel, Spiegelschränke und Badmöbel nach Maß. Sie können individuell am eigenen Rechner konfiguriert werden. „Wir haben es geschafft, unseren Umsatz jedes Jahr deutlich steigern“, so der geschäftsführende Gesellschafter Erkan Doganay. „Dabei haben wir vom verstärkenden Trend zum Online-Handel profitiert. Der jetzige Standort in Lünen-Brambauer konnte mit unserem Wachstum nicht Schritt halten, wir investieren daher in die Zukunft.“ Die Corona-Pandemie hat den Wachstumskurs nicht ausgebremst – im Gegenteil. Viele Kunden verschönern momentan ihr Zuhause mit hochwertigen Spiegeln. Ares habe eher ein Problem, genug Material zu bekommen.

Marktposition weiter ausbauen

Da das Unternehmen am Standort in Brambauer nicht weiter expandieren konnte, hat die Lüner Wirtschaftsförderung Erkan Doganay die Fläche an der Brunnenstraße, kurz vor der Einmündung Frydagstraße vorgeschlagen. Die hatte die Wirtschaftsförderung 2018 in Auftrag der Stadt samt Wohnhaus gekauft. Dort sollte Gewerbe angesiedelt werden. Das ist jetzt der Fall. Erkan Doganay will hier seinen Hauptstandort haben, Brambauer bleibe als Lager zweiter Standort.

Die Firma Ares setzt auf technische Innovationen, wie beispielsweise die App mit „Augmented Reality“, in der der Kunde sein individuell konfiguriertes Produkt in seinen Räumen sehen kann. Damit will das Unternehmen seine Marktposition weiter ausbauen. „Es tut gut zu sehen, dass trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation Unternehmen expandieren und neue Arbeitsplätze schaffen“, so Eric Swehla, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungszentrum Lünen GmbH.

Noch im ersten Halbjahr dieses Jahres soll mit dem Bauvorhaben begonnen werden.

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Magdalene Quiring-Lategahn

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