Lüner streitet Drogenbesitz ab - Gericht glaubt ihm seine Geschichte nicht

Drogenbesitz

Weil er mit Drogen von der Polizei erwischt wurde, musste sich ein Lüner vor Gericht verantworten. Er tischte dem Richter seine eigene Version der Geschichte auf. Mit wenig Erfolg.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 25.01.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lüner streitet Drogenbesitz ab - Gericht glaubt ihm seine Geschichte nicht

Polizisten fanden ein Tütchen mit Amphetamin bei einem Lüner. Der Mann bestritt vor Gericht, das es ihm gehörte. © picture alliance / dpa

Bei einer Polizeikontrolle entdeckten Beamten vor den Füßen eines Lüners ein Tütchen mit Amphetamin. Im Prozess beteuerte der 30-Jährige nun, dass es sich dabei nicht um sein Eigentum handelte. Den Richter konnte er damit nicht überzeugen.

In der Nacht auf den 8. August 2018 waren die beiden Polizisten im Streifenwagen im Bereich der Kurt-Schumacher-Straße unterwegs, als sie den Lüner entdeckten. Einer von ihnen kannte den 30-Jährigen bereits. Sie stoppten und kontrollierten ihn, als das Tütchen mit der klebrigen weißen Substanz zu Boden fiel. Konkret: 1,2 Gramm Amphetamin.

Angeklagter streitet Drogenbesitz ab

Vor dem Amtsgericht lieferte der Lüner nun seine Version der Nacht. Demnach wies ihn ein Polizist darauf hin, dass da etwas neben seinem Rad liege. Aber das Tütchen habe nicht ihm gehört. Das müsse wohl ein Anderer verloren haben.

Eine Einlassung, auf die er selbst dann noch pochte, als sich ein Beamter im Zeugenstand erinnerte, wie das Corpus Delicti neben dem Lüner auf dem Boden landete.

Strafrichter Ulrich Oehrle fand deutliche Worte: „Der Angeklagte versucht uns hier einen Bären aufzubinden.“ Er sei davon überzeugt, dass es das Amphetamin des 30-Jährigen gewesen sei. Und den kam die Angelegenheit letztlich teuer zu stehen. Er wurde wegen Drogenbesitzes zu 500 Euro Geldstrafe verurteilt.

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