Die Lüner Taxi-Unternehmen haben eine gemischte Bilanz aus der Silvesternacht gezogen. © Hirsch (A)
Fahrdienste und Corona

Lüner Taxis nach Silvester: Weniger als gewohnt, aber entspannte Fahrgäste

Entspannte Gäste und weniger Fahrten: Das ist die Bilanz, die Lüner Taxi-Unternehmen nach der Silvesternacht ziehen. Doch es gab auch positive Überraschungen. Es bleibt Ungewissheit wegen Corona.

Für Lüner Taxi-Unternehmer war die Silvesternacht eine Hoffnung auf Umsatz. Von den vier gefragten Unternehmen waren zwei am Ende der Nacht positiv überrascht – die anderen beiden schätzten die Nacht als durchwachsen ein.

„Bis Mitternacht war nicht viel zu tun und dann etwa die Hälfte von dem, was wir sonst gewohnt sind“, sagt Thomas Rudolf von Taxi Fähnrich. Das mache sich bemerkbar, denn Silvester sei einer der wichtigsten Tage im Jahr, was den Umsatz anbetrifft. Und laut Fähnrich wird es bescheiden weitergehen. „Der Januar ist immer der ruhigste Monat im Jahr und wenn sie den Lockdown jetzt noch verlängern, wird das schwierig.“

Heval Demir von Taxi Stern war froh, dass sein Team wie erwartet Arbeit hatte in der Silvesternacht – „aber wie viel, das war gar nicht die Erwartungshaltung“, sagt er. Es sei ganz gut gelaufen, aber eben nicht so, wie man es aus den vergangenen Jahren gewohnt sei und entsprechend nicht zu vergleichen.

Überrascht von der Bilanz der Silvesternacht

Andere Lüner Taxi-Unternehmen waren eher überrascht von der Bilanz der Silvesternacht. „Es war umsatzmäßig viel mehr als erwartet“, sagt Firat Aydin von „Lüner Taxi und Mietwagen“ – wenngleich auch ein Teil der Einnahmen im Vergleich zu den Vorjahren fehlt. Zudem hätten sich die Fahrgäste sehr gut benommen, der Alkoholpegel sei niedrig gewesen. „Zwei Mitarbeiter haben gesagt: ‚Wäre das mit den Gästen jedes Jahr so, dann wäre das super.‘“

Ähnliches berichtet Levent Yilmaz von Taxi Levi: „Man wusste ja gar nicht, wie man sich auf die Nacht vorbereiten sollte. Kommt da ein Ansturm oder nicht? Aber dafür lief es überraschend gut.“ Im Vergleich zum Vorjahr sei es sogar in der Corona-Silvesternacht besser gelaufen – denn die Nacht von 2019 auf 2020 war so neblig, dass wenig Fahrten unternommen werden konnten.

Kurze Fahrten standen im Vordergrund

Kurze Fahrten zwischen den Stadtteilen standen im Vordergrund. „Es war ein ganz anderer Abend als sonst, alles in Harmonie. Es gab keinen Ärger mit den Fahrgästen, wie man das oft auf längeren Touren hat. Da sind dann schon eher unbekannte Personen dabei und es kommt zu Ausartungen“, so Yilmaz.

Die Silvesternacht sei für das Unternehmen ein kleines Trostpflaster gewesen für die Monate zuvor. „Derzeit haben wir nur noch ein Drittel der Gesamtkapazität und Silvester war jetzt für uns wie ein Stück Normalität.“ Doch man habe sich damit abgefunden, dass der Ausnahmezustand noch weiterhin bestehen bleibt. „Ich rechne mit Spätsommer, bis dann alles wieder normal wird. Das sind unsere einzigen Hoffnungen.“

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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