Lüner Vorsitzender Fischer verlässt die Sparkasse

Wegen Fusion mit Werne

Die Chefetage wurde besetzt - und Ulrich Fischer war nicht mehr dabei. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Lünen/Selm hat durch die Fusion mit Werne seinen Posten verloren. Jetzt verlässt er das Geldinstitut. In beiderseitigem Einvernehmen, wie es heißt.

LÜNEN

, 18.12.2015, 18:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ulrich Fischer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Lünen, verlässt das Geldinstitut.

Ulrich Fischer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Lünen, verlässt das Geldinstitut.

Jetzt ist es offiziell: Ulrich Fischer, seit 2006 Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Lünen, scheidet Ende des Jahres aus. Darauf hätten sich der Verwaltungsrat und der Vorstandschef am 14. Dezember geeinigt, teilte die Sparkasse mit.

Diese Entscheidung war zu erwarten, denn Fischer blieb außen vor, als im Zuge der Fusionsverhandlungen zwischen den Sparkassen Lünen-Selm und Werne die Chefetage besetzt wurde: Vorstandsvorsitzender der neuen „Sparkasse an der Lippe“ wird zum 1. Januar 2016 bekanntlich Thomas Lohmann, Chef der Sparkasse Werne.

„Ulrich Fischer beendet seine Tätigkeit am 31. Dezember, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Die Trennung erfolgt in bestem gegenseitigem Einvernehmen“, heißt es in der Presseerklärung der Sparkasse Lünen. Welchen neuen Aufgaben sich der scheidende Vorstandschef widmen wird, war nicht zu erfahren. Fischer wollte sich nicht äußern.

"Hervorragend aufgestelltes Haus" hinterlassen

Er hatte bei der Sparkasse Lünen noch einen Vertrag bis 2018, der zuletzt mit 338.000 Euro pro Jahr dotiert war. Zu den Konditionen der Trennung wurde nichts mitgeteilt. „Herr Fischer hinterlässt ein hervorragend aufgestelltes Haus. Dieses Institut geht selbstbewusst in die Fusion mit der Sparkasse Werne“, erklärte der noch amtierende Verwaltungsratsvorsitzende Achim Schwarz.

Fischer habe die Sparkasse durch die anspruchsvolle Phase niedrigster Zinsen manövriert und optimal auf die sich verändernden Ansprüche der Kunden eingestellt. In Fischers Zeit bei der Sparkasse Lünen habe sich die Bilanzsumme um circa 205 Millionen Euro erhöht.

Nicht im Vertrag erwähnt

Trotzdem wurde Fischer im Vertrag zur Fusion an entscheidender Stelle nicht erwähnt. Unter §8 Vorstand der Sparkasse ist zu lesen, dass dieser aus drei Mitgliedern bestehen solle und zwar aus Thomas Lohmann (Vorsitzender), Heiko Rautert (Stellvertreter) und Martin Abdinghoff.

„Ich wünsche ihm für die Zukunft, privat wie beruflich, alles Gute“, so Schwarz. Warum Fischer bei der Sparkassen-Fusion keine Rolle mehr spielte, bleibt eine für die Öffentlichkeit weiterhin offene Frage.

Lesen Sie jetzt