Lüner Weihnachtsmarkt 2020 in der Fußgängerzone ist abgesagt

Corona-Pandemie

Zahlreiche große Städte haben bereits ihren Weihnachtsmarkt abgesagt. Nun hat sich auch Lünen entschieden, dass es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone geben wird.

Lünen

, 04.11.2020, 11:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Herrnhuter Sterne werden leuchten, aber es gibt in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt in der Lüner Fußgängerzone.

Die Herrnhuter Sterne werden leuchten, aber es gibt in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt in der Lüner Fußgängerzone. © Foto Goldstein (A)

Das Coronavirus stoppt nun auch in Lünen die Planungen für den Weihnachtsmarkt. Der Verwaltungsvorstand hat am Dienstag (3.11.) beschlossen, dass die Stadt Lünen in diesem Jahr den traditionellen Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone nicht veranstalten wird.

Mit der Absage der Großveranstaltung trage die Stadt dem Gesundheitsschutz Rechnung, heißt es in einer am Mittwoch (4.11.) veröffentlichten Pressemitteilung.

Der Weihnachtsmarkt wäre in der derzeitigen Situation nicht verantwortungsbewusst durchzuführen, so die Ansicht der Lüner Stadtspitze. Bis Ende November schiebt die Coronaschutzverordnung des Landes NRW sogenannten „Spezialmärkten“, zu denen auch Weihnachtsmärkte gehören, ohnehin einen rechtlichen Riegel vor.

Normalerweise beginnt der Lüner Weihnachtsmarkt immer kurz vor oder nach dem Ewigkeitssonntag. Der ist in diesem Jahr der 22. November. Rund fünf Wochen lang findet der Weihnachtsmarkt normalerweise in Lünen statt.

„Die Stadt bedauert, dass angesichts der Pandemie die Absage notwendig ist, weil der Weihnachtsmarkt für viele Lünerinnen und Lüner, aber auch für Besucherinnen und Besucher, ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit ist“, so Pressesprecher Benedikt Spangardt.

Noch vergangene Woche hatte die Stadt auf Anfrage erklärt, dass man vorerst weiter die Planungen für den Weihnachtsmarkt betreibe. Durch die Beschlüsse des Lockdown light änderte sich die Lage jedoch.

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Die Stadt stehe bezüglich der Absage in Kontakt mit den Schaustellerinnen und Schaustellern. Sie waren auch im Vorfeld bereits eng in die Planungen eingebunden. Die angespannte Situation der Schaustellerbranche sei der Stadt Lünen bekannt. Sie hoffe und erwarte, dass Bund und Land den Betroffenen schnelle, effektive und unbürokratische finanzielle Hilfen bereitstellen. Denn nun brechen für die Schausteller wichtige Einnahmen durch die abgesagten Weihnachtsmärkte weg.

Absagen im Vorfeld

Schon im Vorfeld hatten Cartoonist Hösti und die Familie Grotensohn ihre Teilnahme abgesagt. Hösti kam viele Jahre aus Ostfriesland zum Lüner Weihnachtsmarkt mit seinem Stand. Die Familie Grotensohn baute aus alter Verbundenheit zu Lünen ihren beliebten Glühweinstand auf, sie reiste dazu immer von der Ostsee-Insel Fehmarn an.

Auch die beliebten Veranstaltungen rund um den Weihnachtsmarkt wie Basar, Nikolausankunft und Fackelschwimmen waren schon abgesagt worden.

Trotz der Absage soll aber Weihnachtsstimmung in der Innenstadt aufkommen. Die Stadt Lünen wird die Innenstadt weihnachtlich gestalten. Die traditionellen Herrnhuter Sterne hängen bereits, sodass die Lange Straße bereits zur vorweihnachtlichen „Sternengasse“ geworden ist. Auch Weihnachtsbäume werden aufgestellt.

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