Lünerin für eigene Kuchenkreation ausgezeichnet

1. Platz im Backwettbewerb

Platz eins und 2000 Euro Preisgeld: Bei einem großen Backwettbewerb hat Charlotte Almus aus Lünen sich gegen 65 andere Teilnehmer durchgesetzt – mit ihrer eigenen Kreation. Doch nicht nur mit ihrem Kuchen musste sie die Jury überzeugen.

LÜNEN

30.09.2017, 06:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Spaß, Urlaub, Exotik: Diese Assoziationen hatte Charlotte Almus im Kopf, als sie ihr Rezept für eine „Eierschecke Karibik Style“ entwickelte. Die 21-jährige Lünerin nahm die klassische Basis des sächsischen Rezeptes und veränderte sie.

In die Quarkcrème kamen frische Mangowürfel, darauf Cranberrys und statt „Sahnehäubchen“ wurde der Kuchen mit einer selbst gekochten Maracujacrème und Kokosraspeln getoppt. Klingt lecker? Den Kuratoren des europäischen Unternehmens für Backutensilien Van de Moortele und der Allgemeinen Bäckerzeitung gefiel die Rezeptkreation sogar so gut, dass sie Charlotte Almus zur ersten Siegerin ihres Nachwuchspreises kürten.

Gegen 65 Teilnehmer setzte sie sich mit der „Eierschecke Karibik Style“ durch – und gewann 2000 Euro. Von dem Wettbewerb hatte Charlotte Almus in einer Fachzeitschrift gelesen. Am vorletzten Tag sandte sie ihr Rezept und Fotos des Kuchens ein.

Konzept überzeugte Jury

Dann wurde sie mit anderen Vorausgewählten zu einem Testbacken nach Herford eingeladen. In vier Stunden musste Charlotte drei Eierschecken backen. Außerdem sollte sie sich auch ein Marketingkonzept und eine Schaufensterdekoration ausdenken. Die Jury überzeugte nicht nur der Geschmack, sondern auch ihr Konzept: „Meine Idee war, auch jüngere Leute in Konditoreien zu locken. Nicht nur ältere Damen, die ein Stück Buttercremetorte essen“, erklärt Charlotte.

Nach ihrem Abitur am Christophorus-Gymnasium in Werne machte sie zunächst ein Praktikum in einem Hotel. „Aber eigentlich hat mich da nur die Gastronomie interessiert.“ Deshalb entschied sie sich, trotz anfänglicher Zweifel von Familie und Freunden, ihre Leidenschaft für das Backen zum Beruf zu machen. Sie begann eine Ausbildung zur Konditorin bei der Werner Konditorei Telgmann. „Ich habe Spaß an der handwerklichen Arbeit“, stellte sie fest. Voraussichtlich im Januar wird Charlotte die Ausbildung abschließen.

Mehr als nur Leidenschaft

Bis dahin hat sie sich vorgenommen, noch ein paar Fortbildungen mitzumachen: Unter anderem dafür will Charlotte das Preisgeld einsetzen. Auch für die Zeit nach dem Abschluss hat sie schon Pläne: „Ich gehe dann zu einem Gutsbetrieb mit Pension in den österreichischen Alpen. Da sind die Bedingungen für die Patisserie ganz anders: Die Milch kommt direkt vom Bauern und wegen der hohen Lage sind Früchte zu anderen Zeiten reif.“

Auch Freunde und Verwandte bitten Charlotte manchmal um Kostproben ihrer Backkünste. „Ich habe meiner Oma eine Schwarzwälder Kirschtote gebacken und auch eine Kommunionstorte für meine Cousine.“

Für sich selbst backt Charlotte übrigens meist ganz ohne Zucker, dafür mit vielen Früchten und mit Vollkornmehl. Was sie an der Konditorei so fasziniert? „Brot ist auch etwas Besonderes, aber Kuchen noch einmal mehr. Ich mag es, wenn die Leute sich über Kuchen und Torten von mir freuen.“

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